Oft verkannt: der „Eva-Infarkt“

Lediglich jede dritte Frau klagt bei einem Herzinfarkt über die klassischen Symptome. Daher sollten Frauen mit Herzinfarkt-Risiko genau untersucht werden, wenn die folgenden Symptome oder Vorzeichen auftreten:

  • Vorzeichen: Viele Frauen spüren in den Tagen vor dem Infarkt ein außergewöhnliches Unwohlsein, dazu sind sie müde und haben gleichzeitig ungewohnte Schlafstörungen. Liegen Risikofaktoren für eine Herzerkrankung – wie hoher Blutdruck oder ein erhöhter Cholesterinspiegel – vor, sollte zur Abklärung ein Arzt aufgesucht werden.
  • Symptome: Der Herzinfarkt selbst, bei Frauen auch „Eva-Infarkt“ genannt, äußert sich vielfach nur schwach. Er macht sich bei Frauen zu 22 Prozent nur durch Übelkeit bemerkbar. Auch Schwächegefühl und Erbrechen können auf den weiblichen Infarkt hindeuten, besonders wenn noch außergewöhnliche Nacken-, Gesichts- und Rückenschmerzen hinzukommen.
Weil der „Eva-Infarkt“ oft so untypisch abläuft, wird er häufig nicht richtig diagnostiziert und behandelt. Das ist ein Grund dafür, warum mehr als die Hälfte der Frauen an einem Herzinfarkt stirbt, während Männer bessere Überlebenschancen haben. Weil der Infarkt in der Öffentlichkeit lange als „typisch männliche Erkrankung“ galt, konsultieren Männer zudem bei auftretenden Symptomen früher einen Arzt und verhindern so das Schlimmste.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 04.04.2014
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christian Grundmann, Dipl.-Biol., Medizinredakteur; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: DOCMED.tv
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