Herzinfarkt Erste Hilfe: Herz-Lungen-Wiederbelebung

Die Herz-Lungen-Wiederbelebung besteht aus Herzdruckmassage und Atemspende – und zwar im Wechsel: 30-mal drücken, 2-mal beatmen, 30-mal drücken. Das ist auf Dauer anstrengend. Ist ein zweiter Helfer in der Nähe, wechseln Sie sich mit ihm ab.

Die Herzdruckmassage

  • Knien Sie sich neben den Bewusstlosen auf Höhe seines Brustkorbs.
  • Legen Sie den Ballen einer Hand auf das untere Drittel des Brustbeins beziehungsweise die Mitte des Brustkorbs.
  • Platzieren Sie den Ballen der anderen Hand auf der ersten Hand.
  • Drücken Sie den Brustkorb des Bewusstlosen mit gestreckten Armen senkrecht von oben rund vier bis fünf Zentimeter ein, indem Sie Ihren gesamten Oberkörper kräftig mitbewegen (Arbeitsfrequenz: 100-120/Minute). Dabei sollten Druck- und Entlastungsphase gleich lang sein. Drücken Sie wie beschrieben 30-mal und zählen Sie laut mit. Dann folgen zwei Atemspenden, dann wieder Herzdruckmassage. Fahren Sie genau so im Wechsel fort, bis professionelle Hilfe kommt. Auch wenn es sehr anstrengend für Sie wird und Sie nicht an einen Erfolg glauben: Geben Sie nicht auf, Sie können Leben retten!

Die Atemspende

  • Machen Sie die Atemwege des Patienten frei, indem Sie seinen Kopf nach hinten strecken und sein Kinn anheben.
  • Halten Sie dem Patienten mit Ihrer am oberen Kopfende liegenden Hand die Nase zu.
  • Öffnen Sie den Mund des Bewusstlosen.
  • Atmen Sie normal ein und umschließen Sie mit Ihrem Mund dicht den Mund des Patienten.
  • Blasen Sie gleichmäßig etwa eine Sekunde lang in den Mund des Bewusstlosen, sodass sich sein Brustkorb sichtbar hebt.
  • Drehen Sie Ihren Kopf zur Seite, um sauerstoffreiche Luft einzuatmen, und beobachten Sie dabei, ob sich der Brustkorb des Bewusstlosen wieder absenkt.
  • Beatmen Sie ein zweites Mal. Danach folgt wieder die Herzdruckmassage, dann wieder die Beatmung – immer im Wechsel.
  • Führen Sie die Herz-Lungen-Wiederbelebung unbedingt bis zum Eintreffen des Rettungspersonals durch.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 05.10.2016
  • Autor/in: Anja Dolski, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: DOCMED.tv
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