Diagnostik eines Herzinfarkts: Herzkatheter

Wenn ein Infarkt sehr wahrscheinlich ist, liefert der Herzkatheter eine sichere Diagnose. Über eine Einstichstelle in der Ellenbogen- oder Leistengegend wird ein dünner Plastikschlauch durch die großen Blutgefäße meist bis in die Herzkranzgefäße eingeführt.

Durch den Katheter wird nun ein Kontrastmittel in die Gefäße gespritzt. Alle markierten Blutgefäße können so an einem Röntgenbildschirm sichtbar gemacht werden. Ist, wie beim Infarkt, ein Herzkranzgefäß verengt oder verstopft, so ist es ab dem Bereich hinter der verengten Stelle nicht mehr sichtbar. Daran erkennt der Arzt, dass hier ein Verschluss oder eine Gefäßverengung vorliegen muss.

Der Vorteil des Herzkatheters liegt nicht nur darin, dass er sehr genaue Untersuchungsergebnisse liefert: Man kann über ihn auch gleich den Engpass beseitigen – zum Beispiel, indem durch den Schlauch ein Stent eingebracht wird.

Risiken einer Herzkatheteruntersuchung

Viele Patienten haben Angst vor Katheteruntersuchungen. Daher ist es wichtig, dass sie sich das Vorgehen vom Arzt genau erklären lassen. Richtig ist, dass diese Methode einen Eingriff in den Körper darstellt und deshalb grundsätzlich mehr Risiken birgt als ein EKG oder Herzecho.

Zum Beispiel kann der Katheter Herzrhythmusstörungen auslösen oder die Gefäßwand durchstoßen. Außerdem können Kontrastmittelallergien zu Komplikationen führen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass derartige Komplikationen auftreten, ist äußert gering und sie sind im Regelfall gut beherrschbar. Außerdem wird der Arzt sorgfältig Risiko und Nutzen für den einzelnen Patienten abwägen. Sollte es zu Problemen kommen, kann über den Katheter gleich gezielt eine Therapie durchgeführt werden.

Hat der Patient sich für die Untersuchung entschieden und dennoch große Angst davor, kann der Arzt vor dem Eingriff auf Wunsch beruhigende Medikamente geben.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 04.04.2014
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christian Grundmann, Dipl.-Biol., Medizinredakteur; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: DOCMED.tv
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