Diagnostik bei einer Herzentzündung

Je nach Form der Herzentzündung (Karditis) treten teils unterschiedliche Symptome auf. Beispielsweise sind bei der rheumatischen Endokarditis bestimmte Hautveränderungen – sogenannte Rheumaknötchen – typisch. Um eine genaue Diagnose stellen zu können, wird der Arzt deshalb zunächst eine Anamnese durchführen. Das heißt, er fragt nach der Krankengeschichte und den genauen Symptomen.  

Auch das Abhören des Herzens kann dem Arzt Hinweise liefern. Denn bei Herzentzündungen treten häufig typische Herzgeräusche auf. Bei einer trockenen Perikarditis entstehen diese zum Beispiel durch das Aneinanderreiben der Herzbeutelschichten.

Bildgebende Verfahren

Daneben werden bildgebende Verfahren eingesetzt, um eine Herzentzündung zu diagnostizieren – allen voran die Echokardiografie. Dabei wird das Herz mittels Ultraschall untersucht. Je nach Form der Herzentzündung zeigen sich bei dieser Untersuchungsmethode oft typische Veränderungen.

Ein weiteres bildgebendes Verfahren, das zur Diagnostik bei Herzentzündungen eingesetzt wird, ist das Röntgen des Brustkorbs. Auch auf dem Röntgenbild sind oft bestimmte Anzeichen für eine Herzentzündung erkennbar.

Elektrokardiogramm (EKG)

Mit einem Elektrokardiogramm wird die elektrische Erregung des Herzens erfasst. Es ist eine sehr einfach durchzuführende Untersuchungsmethode und kann bei den verschiedenen Formen der Herzentzündung ebenfalls typische Veränderungen zeigen.

Laboruntersuchungen

In der Regel wird der Arzt bei Verdacht auf eine Herzentzündung auch Blut abnehmen. Darin lassen sich erhöhte Entzündungszeichen – beispielsweise eine erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit oder mehr weiße Blutkörperchen – feststellen. Teilweise können im Blut auch Antikörper gegen bestimmte Erreger nachgewiesen werden, die die Entzündung verursachen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.03.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christina Landauer, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Greten, Heiner; Rinninger, Frant; Greten, Tim (2010): Innere Medizin. 13. Auflage
  • Geisler, Linus (2006): Innere Medizin. Lehrbuch für Pflegeberufe. 19. Auflage
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