Hepatitis E

Hepatitis E ist eine Virus-Infektionskrankheit. Das verantwortliche Virus (Hepatitis-E-Virus (HEV)) setzt sich in der Leber fest. Hepatitis E ist eine akute aber im Regelfall keine schwerwiegende Lebererkrankung. Lediglich bei Schwangeren kann sie einen sehr gefährlichen Krankheitsverlauf nehmen. Die Übertragung der Hepatitis-E-Viren erfolgt durch verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel.

Symptome und Krankheitsverlauf bei Hepatitis E

Die Inkubationszeit von Hepatitis E beträgt zwischen 20 und 50 Tagen. Symptome sind Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber, dunkel gefärbter Urin sowie eine Hellfärbung des Stuhls und eine Gelbfärbung der Haut und der Augen. Im Allgemeinen ähnelt das Krankheitsbild dem von Hepatitis A. Bei Kindern verläuft die Krankheit häufig ohne Komplikationen ab. Aber insbesondere bei Schwangeren kann es zu fulminanten Verläufen mit akutem Leberversagen kommen, die in 25 Prozent der Fälle tödlich enden. Hepatitis E geht in der Regel nicht in eine chronische Form über.

Diagnose und Behandlung bei Hepatitis E

Der behandelnde Arzt stellt Hepatitis E durch Deutung der Symptome sowie gezielte Blut- und Stuhluntersuchungen fest. Spezielle Medikamente gegen Hepatitis E gibt es nicht. Der Arzt behandelt deshalb nur die Symptome. Er verabreicht Schmerzmittel und verordnet Bettruhe. Für die Leber kann eine spezielle Diät angezeigt sein. Alkohol ist strikt zu meiden.
Die Krankheit ist meldepflichtig!

Wo kommt Hepatitis E vor?

Die Verbreitung von Hepatitis E geht einher mit den Hygienestandards in den jeweiligen Gebieten. Hepatitis E kommt vor allem in Südostasien, China, Afrika, sowie Mittel- und Südamerika vor.
Hepatitis-E Weltkarte der Hepatitis-E-Verbreitung © WHO, 2006

Mögliche Impfungen gegen Hepatitis E

Ein Impfstoff gegen Hepatitis E gibt es derzeit nicht.

Vorsorge gegen Hepatitis E

Verzichten Sie auf das Trinken von Leitungswasser (auch beim Zähneputzen) und auf alle Nahrungsmittel, die nicht gekocht, gebraten oder geschält sind. Ein erhöhtes Risiko stellen fäkaliengedüngtes Gemüse (zum Beispiel Salate) und Meeresfrüchte (zum Beispiel Muscheln, Schalentiere und Austern) dar. Dies betrifft auch gehobene Hotels und Gaststätten. Trinken Sie Wasser ausschließlich aus abgepackten und verschlossenen Flaschen und verzichten Sie auf Eiswürfel in Getränken.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.06.2010
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Robert-Koch Institut: Infektionskrankheiten A-Z
  • WHO: International travel and health
  • BZgA: Reisegesundheit
  • Auswärtiges Amt: Länder- und Reiseinformationen
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