Hepatitis E

Hepatitis E ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird. Das verantwortliche Virus (Hepatitis-E-Virus, kurz HEV) befällt die Leberzellen.

Hepatitis E ist eine akute, aber im Regelfall keine schwerwiegende Lebererkrankung. Lediglich bei Schwangeren kann sie einen sehr gefährlichen Krankheitsverlauf nehmen. Die Übertragung der Hepatitis-E-Viren erfolgt durch verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel. In den Industrieländern wird Hepatitis E hauptsächlich über den Verzehr von unzureichend gegartem Schweinefleisch übertragen. Auch Wildfleisch kann betroffen sein.

Symptome und Krankheitsverlauf bei Hepatitis E

Die Inkubationszeit einer Hepatitis-E-Infektion beträgt zwischen 15 und 60 Tagen. Symptome sind Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber, dunkel gefärbter Urin sowie eine Hellfärbung des Stuhls und eine Gelbfärbung der Haut und der Augen. Im Allgemeinen ähnelt das Krankheitsbild dem von Hepatitis A. Bei Kindern verläuft die Krankheit häufig ohne Komplikationen. Aber insbesondere bei Schwangeren kann es zu sehr schweren Verläufen mit akutem Leberversagen kommen, die in 25 Prozent der Fälle tödlich enden. Hepatitis E geht in der Regel nicht in eine chronische Form über.

Diagnose und Behandlung bei Hepatitis E

Der behandelnde Arzt stellt Hepatitis E anhand der Symptome und gezielte Blut- und Stuhluntersuchungen fest. Spezielle Medikamente gegen Hepatitis E gibt es nicht. Der Arzt behandelt deshalb nur die Symptome. Er verabreicht Schmerzmittel und verordnet Bettruhe. Für die Leber kann eine spezielle Diät notwendig sein. Auf Alkohol muss der Betroffene strikt verzichten.

Die Krankheit ist meldepflichtig.

Wo kommt Hepatitis E vor?

Die Verbreitung von Hepatitis E geht mit den Hygienestandards in den jeweiligen Gebieten einher. Hepatitis E kommt vor allem in Südostasien, China, Afrika sowie Mittel- und Südamerika vor. Unterarten des Virus sind in Europa und anderen Industrieländern ebenfalls verbreitet.
Weltkarte zur Verbreitung von Hepatitis-E © CDC/VitapublicWeltkarte zur Verbreitung von Hepatitis E

Mögliche Impfungen gegen Hepatitis E

Ein Impfstoff gegen Hepatitis E ist nur in China zugelassen

Vorsorge gegen Hepatitis E

Verzichten Sie auf das Trinken von Leitungswasser (auch beim Zähneputzen) und auf alle Nahrungsmittel, die nicht gekocht, gebraten oder geschält sind. Ein erhöhtes Risiko stellen fäkaliengedüngtes Gemüse (zum Beispiel Salate) und Meeresfrüchte (zum Beispiel Muscheln, Schalentiere und Austern) dar. Dies betrifft auch gehobene Hotels und Gaststätten. Trinken Sie Wasser ausschließlich aus abgepackten und verschlossenen Flaschen und verzichten Sie auf Eiswürfel in Getränken. Vermeiden Sie den Genuss von unzureichend gegartem Schweine- und Wildfleisch, insbesondere deren Innereien.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 26.06.2017
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Robert-Koch Institut: Infektionskrankheiten A-Z
  • WHO: International travel and health
  • BZgA: Reisegesundheit
  • Auswärtiges Amt: Länder- und Reiseinformationen
  • Robert Koch-Institut: Steckbriefe seltener und importierter Infektionskrankheiten (http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/Steckbriefe/Steckbriefe_120606.pdf?__blob=publicationFile)
  • Proffitt, Allison: First HEV vaccine approved (http://www.nature.com/nbt/journal/v30/n4/full/nbt0412-300a.html)
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