Das Plattenepithelkarzinom (Spinaliom oder Stachelzellkrebs)

Das Plattenepithelkarzinom (Stachelzellkrebs oder Spinaliom) ist ein bösartiger heller Hautkrebs und nach dem Basaliom der zweithäufigste Hautkrebs. Die größte Gefahr für diesen Tumor haben hellhäutige und ältere Menschen, deren Haut viele Jahre der Sonne ausgesetzt war. Doch nicht nur die Sonnenstrahlen, auch chronisch beanspruchte Haut, wie etwa im Bereich von Narben oder chronischen Entzündungen, können Ausgangspunkt für das Plattenepithelkarzinom sein.

Plattenepithelkarzinom ist ein bösartiger Hautkrebs

Das Plattenepithelkarzinom gehört zu den bösartigen Hautkrebs-Arten, da es ungehemmt wächst und anderes Gewebe dabei verdrängt und zerstört. Metastasen durch Verschleppung der Krebszellen in andere Organe bilden sich hingegen meist erst spät bei sehr dicken Geschwulsten. Ein Plattenepithelkarzinom kann sich auch auf der Schleimhaut bilden, etwa im Mund und Halsbereich. Dann sind meist übermäßiges Rauchen und Alkohol die Auslöser für die Krebserkrankung.

Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms: die aktinische Keratose

Vorstufe (Präkanzerose) des Plattenepithelkarzinoms ist die aktinische Keratose, die selbst noch nicht bösartig ist und sich gut behandeln lässt. Dabei handelt es sich um eine scharf begrenzte, leicht schuppende Rötung, die leicht als trockene Haut fehlgedeutet werden kann.

Entfernt wird sie durch Vereisung oder oberflächliche Abtragung der Hautveränderungen. Bleibt sie jedoch über längere Zeit bestehen, kann daraus ein Plattenepithelkarzinom entstehen. Dann ist wiederum die operative Entfernung die beste Behandlung. Vereisung und Bestrahlung werden meist nur angewendet, wenn der Patient nicht operiert werden kann. Wird das Plattenepithelkarzinom rechtzeitig enfernt, sind die Heilungschancen sehr gut.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 18.09.2012
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: O. Braun-Falco, G. Plewig, H. Wolff: Dermatologie und Venerologie, Springer Verlag 1997
  • Informationen des Robert-Koch-Instituts
  • www.hautkrebs.de
  • Krebsinformationsdienst des DKFZ Heidelberg
  • Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
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