Malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs) oder harmloses Muttermal?

Von allen Hautkrebsarten ist der sogenannte schwarze Hautkrebs (malignes Melanom) wegen seines schnellen Wachstums und der frühzeitigen Absiedlung von Tochterzellen der gefährlichste.

© Nat.Cancer Institute/Public DomainEin malignes Melanom
Nach einer Statistik des Robert-Koch-Instituts in Berlin erkranken allein in Deutschland jedes Jahr rund 11.400 Personen an einem malignen Melanom. Damit sind drei Prozent aller bösartigen Neubildungen in Deutschland ein Melanom. Und der Trend ist deutlich: Seit den 70er Jahren haben sich die Erkrankungsraten für das maligne Melanom versechsfacht.

Viele Muttermale sind ein Risikofaktor für ein malignes Melanom

Das Melanom geht von speziellen Hautzellen aus, die das Pigment Melanin produzieren (Melanozyten). Bei einem Drittel der Patienten entsteht das Melanom aus einem angeborenen oder neu entstandenem Muttermal.

Ein hohes Risiko für die Entstehung eines Melanoms haben Menschen, die viele Muttermale haben. Bei Menschen, die bis zu 50 Muttermale haben, ist das Risiko für ein Melanom doppelt so hoch im Vergleich zu Menschen, die nur zehn oder weniger Muttermale haben. Eine mögliche Erklärung für diesen Zusammenhang könnte die Überlegung sein, dass mit steigender Zahl an Leberflecken auch die Masse an Zellen steigt, die bösartig entarten können.

Übermäßige UV-Bestrahlung – vor allem in der Kindheit – erhöht das Risiko

Ein weiterer Risikofaktor für die Melanom-Entstehung ist eine starke UV-Bestrahlung der Haut durch das Sonnenlicht. So erhöht sich nach mehreren starken Sonnenbränden vor dem 20. Lebensjahr die Zahl der Leberflecken und anderen Pigmentflecken, wodurch dann wiederum auch das Risiko für ein malignes Melanom steigt. Allerdings ist der Zusammenhang nicht so deutlich ist wie beim Basaliom oder Plattenepithelkarzinom: Diese entstehen hauptsächlich auf Hautstellen, die sehr der Sonne ausgesetzt sind (zum Beispiel Gesicht und Hände). Das Melanom entsteht hingegen auch an Hautstellen, auf die nur wenig UV-Strahlung trifft.

Was kennzeichnet ein malignes Melanom?

Ein Melanom erkennt der Hautarzt an verschiedenen Merkmalen. Dabei ist die schwarze Färbung das wichtigste Merkmal. Es kann knotig erscheinen oder eher flach mit oberflächlicher Ausbreitung, manchmal kommt es zu Blutungen. In sehr seltenen Fällen ist das Melanom unpigmentiert und dann besonders schwer zu erkennen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 18.09.2012
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: O. Braun-Falco, G. Plewig, H. Wolff: Dermatologie und Venerologie, Springer Verlag 1997
  • Informationen des Robert-Koch-Instituts
  • www.hautkrebs.de
  • Krebsinformationsdienst des DKFZ Heidelberg
  • Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
  •  Seite empfehlen
  •  Drucken
  •  Newsletter
  •  Weitere Dienste
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung
  • afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2014/07: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über vitapublic GmbH und sein/ihr Internet-Angebot: www.vitanet.de
  • Logo der Health On the Net Stiftung. das Gesundheitsportal vitanet.de ist von der Health On the Net Stiftung (HON) akkrediert. Zur Prüfung klicken Sie hier.
  • Logo der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW)
  • Logo der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.v. (AGOF)