Melanom, Basaliom, Plattenepithelkarzinom – Hautkrebs hat verschiedene Gesichter

Immer mehr Menschen erkranken in Deutschland an Hautkrebs. Das mittlere Erkrankungsalter beim malignem Melanom, dem schwarzen Hautkrebs, liegt bei Männern und bei Frauen bei etwa 59 Jahren. Allerdings beobachten Experten, dass mittlerweile bereits auch jüngere Menschen ab 20 Jahren an den bösartigen Hauttumoren erkranken.

Frau mit Melanom © Thinkstock

Zwei Eigenarten von Hautkrebs

Die wichtigsten Arten von Hautkrebs sind das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs), das Basaliom (auch: Basalzellkrebs, Basalzellkarzinom) und das Plattenepithelkarzinom (Spinaliom oder Stachelzellkrebs). Bösartige (maligne) Hauttumoren haben – bis auf Ausnahme des Basalioms – zwei Eigenarten: ungehemmtes Wachstum ohne Rücksicht auf die angrenzenden Organe und die Absiedlung von Tochterzellen, die an anderen Körperstellen Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden. Alle Formen des Hautkrebses treten bei hellhäutigen, blonden Menschen häufiger auf.

Früherkennung bei Hautkrebs

In einem möglichst frühen Stadium erkannt, sind die Heilungschancen bei Hautkrebs meist hoch. Deshalb sollte möglichst jeder zum Hautscreening gehen. Die Untersuchung dauert nur etwa 20 Minuten. Der Arzt erkennt meist schon auf den ersten Blick, ob es sich um ein harmloses Muttermal oder eine verdächtige Hautveränderung handelt. Die regelmäßige Untersuchung der Haut wird ab dem 35. Lebensjahr empfohlen.

Unbedachter Umgang mit der Sonne fördert den Hautkrebs

Obwohl die Wissenschaft bisher noch keine exakte Beziehung zwischen dem Verhalten des Einzelnen in der Sonne und der Möglichkeit ein malignes Melanom zu bekommen herstellen konnte, warnen die Experten vor zu intensivem Sonnenbaden. Sie gehen davon aus, dass zu viel UV-Licht sei es in der Natur oder auch im Solarium – die Entstehung von Hautkrebs begünstigt. Deshalb sollte man unbedingt auf ausreichenden Schutz vor der UV-Strahlung achten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 18.09.2012
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: O. Braun-Falco, G. Plewig, H. Wolff: Dermatologie und Venerologie, Springer Verlag 1997
  • Robert-Koch-Institut: Krebs in Deutschland, 6.Ausgabe 2006
  • www.hautkrebs.de
  • Krebsinformationsdienst des DKFZ Heidelberg
  • Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
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