Nicht zu wenig trinken – das richtige Trinkverhalten bei Harninkontinenz

Die Symptome einer leichten Inkontinenz (Blasenschwäche) lassen sich durch ein bewusstes Trinkverhalten häufig verbessern. Allerdings müssen Betroffene dabei darauf achten, nicht zu wenig zu trinken. Denn auch wenn sich die Harnmenge durch eine geringere Flüssigkeitszufuhr verringert, erhöht sich damit gleichzeitig das Risiko für schwere Infektionen und Harnblasensteine.

Durch richtige Verteilung der Trinkmenge den Harndrang steuern

Bei normaler Belastung benötigt der Körper pro Tag rund zweieinhalb Liter Wasser. Einen Teil davon gewinnt er aus der Nahrung, mindestens eineinhalb Liter sollte man pro Tag aber trinken. Durch die Verteilung dieser Menge über den Tag kann der Harndrang bis zu einem gewissen Grad gesteuert werden. Vor längeren Ausflügen können Patienten mit Blasenschwäche also durchaus weniger trinken, wenn sie dem Körper im Anschluss daran die nötige Flüssigkeit zuführen.

Vorsicht ist dabei natürlich im Hochsommer angesagt, da der Körper hier durch den Schweiß besonders viel Flüssigkeit verliert und sehr schnell Symptome von akutem Flüssigkeitsmangel auftreten können.

Ein Trinkplan hilft, genug zu trinken

Hilfreich kann ein Trinkplan sein, auf dem die Menge der Flüssigkeit notiert wird, die man trinken sollte – damit können auch vergessliche Menschen mit Inkontinenz sicherstellen, dass sie genug trinken. Denn gerade im Alter nimmt das natürliche Durstempfinden ab und es droht eine Unterversorgung des Körpers mit Wasser.

Auch die Art der Getränke hat Einfluss auf den Harndrang. Kaffee, Bier und manche Teesorten wirken beispielsweise harntreibend. Wenn also ein längerer Ausflug ansteht und ein Toilettenbesuch schwierig ist, sollten Menschen mit Inkontinenz auf diese Getränke verzichten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.01.2014
  • Autor/in: Dr. med. Susanne Segebrecht, Ärztin, Apothekerin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Markus Zens, Wissenschaftsjournalist, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/084-001.htm
  • http://www.rki.de/cln_160/nn_199850/DE/Content/GBE/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsT/harninkontinenz,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/harninkontinenz.pdf
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