Die Toilette bei Harninkontinenz sinnvoll gestalten

Wenn sich eine Inkontinenz (Blasenschwäche) bemerkbar macht, bietet es sich an, in der Wohnung auch über eine barrierefreie Gestaltung der Toilette nachzudenken. Der Toilettengang wird dadurch erleichtert und mit den Symptomen der Harninkontinenz lässt sich leichter umgehen.

Wichtig bei Inkontinenz: eine ausreichend große Toilette

Wichtig ist bei Blasenschwäche zunächst einmal eine ausreichende Größe der Toilette. Ein zu kleiner Raum schränkt die Bewegungsfreiheit ein. Das ist besonders wichtig, wenn die Kleidung bei Inkontinenz schnell ausgezogen werden soll. Häufig lässt sich eine zu kleine Toilette aus baulichen Gründen nicht vergrößern. In diesen Fällen kann es aber schon helfen, die Öffnungsrichtung der Tür zu ändern – wenn die Tür nicht mehr nach innen aufgeht, steht plötzlich viel mehr Platz zur Verfügung. Auch Geräte wie die Waschmaschine können vielleicht an einem anderen Ort aufgestellt werden.

Viele Krankenkassen fördern den Umbau zur barrierefreien Toilette

Hilfreich sind auch Toilettensitze, gerade für ältere Personen mit Inkontinenz. Sie unterstützen die anatomisch günstige Position beim Wasserlassen und erleichtern das Hinsetzen und Aufstehen von der Toilette. Haltegriffe sind hier ebenfalls eine gute Unterstützung. Von vielen Krankenkassen wird der Umbau zu einer barrierefreien Toilette finanziell gefördert – hier lohnt es sich, weitere Informationen einzuholen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.01.2014
  • Autor/in: Dr. med. Susanne Segebrecht, Ärztin, Apothekerin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Markus Zens, Wissenschaftsjournalist, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/084-001.htm
  • http://www.rki.de/cln_160/nn_199850/DE/Content/GBE/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsT/harninkontinenz,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/harninkontinenz.pdf