Ängste abbauen – für Harninkontinenz muss sich niemand schämen

Die Scham sitzt bei vielen Betroffenen immer noch tief – Inkontinenz (Blasenschwäche) ist kein Thema, über das gern gesprochen wird. Der Kontrollverlust über den eigenen Körper, das Gefühl wieder in das Stadium eines Kleinkindes zurückzufallen und die Angst vor unangenehmen Gerüchen oder „Unfällen“ in der Öffentlichkeit erzeugen ein Klima von Verheimlichung und stillem Leiden.

Hilfe finden Menschen mit Inkontinenz in Selbsthilfegruppen

Das muss aber nicht so sein: Zunächst einmal sollte ein offenes Gespräch mit einem Arzt geführt werden – Mediziner sind mit der Inkontinenz bestens vertraut und können Therapien und Hilfsmittel empfehlen. Es gibt auch viele Selbsthilfegruppen, in denen sich Menschen mit Inkontinenz austauschen können, sowohl im Internet als auch vor Ort. Einige Adressen finden Sie hier.

Dank moderner Hilfsmittel können viele Patienten mit Blasenschwäche auch weiterhin problemlos am Alltagsleben teilnehmen, ohne Angst davor haben zu müssen, unangenehm aufzufallen. Dennoch ziehen sich einige Menschen mit einer Inkontinenz aus Angst immer mehr zurück und richten ihren Tag nur noch nach dem Harnblasendruck aus. Hier kann eine psychotherapeutische Begleitung empfehlenswert sein, um Ängste abzubauen und einen guten Umgang mit der Blasenschwäche zu finden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.01.2014
  • Autor/in: Dr. med. Susanne Segebrecht, Ärztin, Apothekerin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Markus Zens, Wissenschaftsjournalist, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/084-001.htm
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