Pflege bei Inkontinenz

Einfühlungsvermögen und Taktgefühl sind das A und O

Die Pflege von inkontinenten Menschen ist nicht einfach – sowohl für den Pflegebedürftigen als auch für den Pflegenden. Denn die Darm- und Harnblasenentleerung sind sehr intime Bereiche des alltäglichen Lebens. Wie man die Situation für beide Seiten so angenehm wie möglich gestaltet, was die Pflege erleichtern kann und warum Hautpflege bei Inkontinenz so wichtig ist.

WC Schild © Thinkstock
Hilfe anzunehmen beziehungsweise Hilfe zu leisten, kann für beide Seiten unangenehm sein. Umso wichtiger ist es, offen über das Thema zu sprechen und mit gegenseitigem Einfühlungsvermögen und Taktgefühl vorzugehen. Besonders schwierig kann es werden, wenn die Inkontinenz zusätzlich zu einer Demenz auftritt. Hier müssen die Pflegenden häufig sehr viel Geduld aufbringen.

Einfache Maßnahmen, Therapie, Hilfsmittel

Pflegebedürftigen, die unter Inkontinenz leiden, aber sonst noch recht mobil sind, können oft schon einfache Maßnahmen helfen: Wenn der Weg zur Toilette nicht zu lang ist, beziehungsweise ein Toilettenstuhl im Zimmer steht, können Malheure vermieden werden. Wichtig ist dabei auch, dass die Kleidung des Pflegebedürftigen sich einfach und schnell öffnen lässt.

Können solche einfachen Maßnahmen und die angewandte Therapie nichts gegen die Inkontinenz ausrichten, müssen Hilfsmittel eingesetzt werden.
Beim Einsatz von Hilfsmitteln sollte darauf geachtet werden, dass das für den Betroffenen am besten geeignete ausgewählt wird. Nicht nur die Art des Hilfsmittels ist hier entscheidend, sondern beispielsweise auch Größe und Passform.

Hautpflege bei Inkontinenz – sorgfältig und mit den richtigen Pflegemitteln

Um Irritationen und Schäden zu vermeiden, bedarf die Haut von inkontinenten Menschen einer sehr sorgfältigen Pflege – besonders wenn Hilfsmittel wie beispielsweise Windelhosen zum Einsatz kommen. Ständiger Kontakt mit Feuchtigkeit und eventuell ungeeignete Produkte beim Waschen können die natürliche Schutzbarriere der Haut stören und zu Hauterkrankungen führen.

Die betroffenen Hautstellen sollten mehrmals täglich mit klarem Wasser gewaschen und schonend abgetrocknet werden. Bei Verschmutzungen reinigen ph-neutrale Waschlotionen, spezielle Öle oder Pflegeschaum die Haut sanft und schonend. Wenn Zusätze zur Reinigung verwendet werden, ist es wichtig, die Haut danach mit klarem Wasser abzuspülen. Werden Cremes eingesetzt, sollten es sogenannte Wasser-in-Öl-Emulsionen sein. Abdeckende und zu stark fettige Salben und Cremes können dafür sorgen, dass das Hilfsmittel nicht mehr so viel Flüssigkeit aufsaugen kann.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.06.2014
  • Autor/in: Christina Landauer, Medizinredakteurin, vitanet.de;
  • Quellen: Köther, Ilka (2011): THIEMEs Altenpflege; 3. Auflage
  • Bundesministerium für Gesundheit: Pflegen zu Hause – Ratgeber für die häusliche Pflege (2012): http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Publikationen/Pflege/Broschueren/Broschuere__Pflegen_zu_Hause_Ratgeber_fuer_die_haeusliche_Pflege.pdf
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