Reflexinkontinenz (Harninkontinenz bei neurogener Detrusorhyperaktivität)
Die Reflexinkontinenz, die häufig auch Harninkontinenz bei neurogener Detrusorhyperaktivität genannt wird, zählt zu den selteneren Formen der Inkontinenz. Ursache dieser Blasenschwäche ist eine neurologische Erkrankung, also Probleme mit dem Nervensystem. Dabei fehlt dem Blasenmuskel die Steuerung durch das zentrale Nervensystem, das heißt, wer von einer Reflexinkontinenz betroffen ist, spürt keinen Harndrang – die Entleerung kann nicht mehr willentlich gesteuert werden, sondern wird vom Körper wie ein Reflex ausgelöst.
Es werden zwei Formen der Reflexinkontinenz unterschieden
Mediziner unterscheiden bei der Inkontinenz bei neurogener Detrusorhyperaktivität zwischen Formen, die durch eine Rückenmarkschädigung ausgelöst werden – beispielsweise bei einer Querschnittslähmung – und Formen, die von Erkrankungen des Gehirns ausgelöst werden. Dazu zählen unter anderem Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson oder Schlaganfälle.
Reflexinkontinenz kann die Nieren schädigen
„Besonders problematisch bei der Harninkontinenz bei neurogener Detrusorhyperaktivität ist die mögliche Schädigung der Nieren“, warnt Sebastian Mersmann, Arzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Charité - Universitätsmedizin Berlin: „Weil die Blase häufig nicht vollständig entleert wird, kann sich der Urin bis in die Harnleiter und die Nieren stauen.“ Deshalb muss bei der Therapie der Reflexinkontinenz für eine ausreichende Entleerung der Blase gesorgt werden, häufig per Katheter.
Patienten können unter guter Anleitung die selbständige Entleerung der Blase mit Hilfe eines Einmalkatheters erlernen, wenn sie Kontrolle über ihre Arme haben und geistig dazu in der Lage sind. In Abständen von etwa drei bis vier Stunden legen sich die Patienten mit dieser Form der Inkontinenz dann selbst einen Katheter und entfernen ihn nach dem Wasserlassen wieder. Sie sind somit diesbezüglich nicht mehr auf Pflegepersonen angewiesen. Dieses Vorgehen ist unter dem Begriff „intermittierende Katheterisierung“ bekannt.
Patienten können unter guter Anleitung die selbständige Entleerung der Blase mit Hilfe eines Einmalkatheters erlernen, wenn sie Kontrolle über ihre Arme haben und geistig dazu in der Lage sind. In Abständen von etwa drei bis vier Stunden legen sich die Patienten mit dieser Form der Inkontinenz dann selbst einen Katheter und entfernen ihn nach dem Wasserlassen wieder. Sie sind somit diesbezüglich nicht mehr auf Pflegepersonen angewiesen. Dieses Vorgehen ist unter dem Begriff „intermittierende Katheterisierung“ bekannt.




