Gynäkologische Diagnostik bei Harninkontinenz

Frauen sollten gegebenenfalls einen Termin für eine Untersuchung bei ihrem Gynäkologen vereinbaren. Ihr Frauenarzt wird bei der Untersuchung prüfen, ob sich Gebärmutter oder Blase gesenkt haben, ob die Harnröhre abgeknickt oder die Muskulatur des Beckenbodens erschlafft ist. All dies kann eine Inkontinenz (Blasenschwäche) verursachen.

Der Gynäkologe untersucht die Beckenbodenfunktion

Ganz wichtig ist die Untersuchung der Beckenbodenfunktion. Ob eine Patientin den Beckenboden anspannen kann, untersucht der Gynäkologe durch Abtasten oder zusammen mit einer intravaginalen Druckmessung. Bevor eine therapeutische Beckenbodengymnastik begonnen wird, sollte festgestellt werden, ob die Patientin die entscheidende Muskulatur überhaupt aktivieren kann. Etwa 30 Prozent der Patientinnen können ihren Beckenboden gar nicht willkürlich anspannen. In diesem Fall sollte eine Elektrostimulationsbehandlung vorgenommen werden, damit die Patientin die willkürliche Anspannung der Muskulatur erst einmal lernt.

Eine zusätzliche Methode ist der Einsatz von Biofeedbackgeräten. Hier führt der Gynäkologe eine Sonde in die Vagina ein (intravaginal), die entweder den Druck misst oder die Muskelaktivität erfasst. Die Muskelkontraktion und -entspannung wird dann auf einem Bildschirm sichtbar gemacht.

Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.01.2014
  • Autor/in: Dr. med. Susanne Segebrecht, Ärztin, Apothekerin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Markus Zens, Wissenschaftsjournalist, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/084-001.htm
  • http://www.rki.de/cln_160/nn_199850/DE/Content/GBE/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsT/harninkontinenz,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/harninkontinenz.pdf
  • http://www.springerlink.com/content/ur674007617r3747/fulltext.pdf
  • O. Kheyfets H. Kölbl (2007): Harninkontinenz der Frau. Formen, Ursachen, Diagnostik. IN: Der Gynäkologe, Bd 40 / Heft 9, 672 – 678
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