Harninkontinenz (Blasenschwäche)

In Deutschland leiden mehrere Millionen Menschen an einer Harninkontinenz (Blasenschwäche). Die Inkontinenz gehört damit zu den häufigsten Erkrankungen der modernen Gesellschaft.

Alte Toilettentür © Thinkstock
In der öffentlichen Diskussion ist das Thema Blasenschwäche dennoch kaum präsent, denn noch immer haftet der Inkontinenz ein schwer zu durchbrechendes Tabu an – wer spricht schon gerne öffentlich über die Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder gibt zu, dass hin und wieder ein „Unfall“ passiert?

Risiko für Inkontinenz nimmt mit steigendem Alter zu

Einer Studie zufolge leiden rund 5,3 Millionen Frauen und etwa 2,8 Millionen Männer in Deutschland an einem objektiv nachweisbaren, unfreiwilligen Harnverlust[1] – sie sind inkontinent. „Das Risiko, an einer Harninkontinenz zu erkranken, nimmt mit steigendem Alter deutlich zu“, erklärt Gövercin, Arzt an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. So sind über 50 Prozent aller älteren Menschen, die in Altenpflegeeinrichtungen leben, von Kontinenzproblemen betroffen.

Inkontinenz ist ein Symptom

Dabei stellt die Inkontinenz keine Krankheit an sich dar, sondern ist ein Symptom, das unterschiedliche Ursachen haben kann. Auslöser der Blasenschwäche können verschiedene Erkrankungen und körperliche Gebrechen sein, die die Funktion der Harnblase, deren Füllung und Entleerung beeinflussen. Je nach Ursache des Urinverlusts wird zwischen mehreren Formen der Inkontinenz differenziert – Frauen und Männer sind dabei in unterschiedlichem Maße von den einzelnen Formen der Blasenschwäche betroffen. Eine Sonderform der Inkontinenz ist auch das Einnässen bei Kindern.

[1] D.E. Irwin, et.al. (2006): Population-Based Survey of Urinary Incontinence, Overactive Bladder, and Other Lower Urinary Tract Symptoms in Five Countries: Results of the EPIC Study. In European Urology 50, 1306-1315.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.01.2014
  • Autor/in: Dr. med. Susanne Segebrecht, Ärztin, Apothekerin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Markus Zens, Wissenschaftsjournalist, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: http://www.rki.de/cln_160/nn_199850/DE/Content/GBE/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsT/harninkontinenz,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/harninkontinenz.pdf
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