Therapie bei Halsschmerzen: Lutschtabletten

Halsschmerzen (Halsentzündungen) können sehr lästig sein, besonders wenn sie mit Kratzen und Brennen im Hals, Hustenreiz oder starken Schluckbeschwerden einhergehen. Mit Lutschtabletten können Sie diese Symptome mildern – allerdings sollten Sie dabei auf die medikamentöse Variante verzichten.

Keine Lutschtabletten mit Antiseptika, Betäubungsmitteln oder Antibiotika

Viele rezeptfreie Lutschtabletten gegen Halsschmerzen enthalten antiseptische Arzneistoffe (zum Beispiel Benzalkoniumchlorid, Cetylpyridiniumchlorid), örtlich wirksame Betäubungsmittel (zum Beispiel Benzocain, Lidocain) oder lokale Antibiotika (zum Beispiel Tyrothricin). In der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) werden diese jedoch nicht empfohlen, da es keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür gibt, dass die Lutschtabletten gegen Halsschmerzen wirken. Es können sogar gefährliche Nebenwirkungen wie zum Beispiel allergische Reaktionen auftreten.

Lutschen befeuchtet die Schleimhäute

Dennoch ist es ratsam, Mund- und Rachenschleimhaut durch Lutschen nicht-medizinischer Pastillen regelmäßig zu befeuchten. Geeignet sind zum Beispiel Bonbons und Lutschtabletten mit Pflanzenextrakten aus Salbei oder Isländisch Moos sowie Salzpastillen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.04.2013
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Leitlinie Nr. 14 der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (2009): Halsschmerzen
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