Therapie bei Halsschmerzen: Lutschtabletten

Halsschmerzen (Halsentzündungen) können sehr lästig sein, besonders wenn sie mit Kratzen und Brennen im Hals, Hustenreiz oder starken Schluckbeschwerden einhergehen. Mit Lutschtabletten können Sie diese Symptome mildern.

Die meisten Halsschmerztabletten enthalten antiseptische Arzneistoffe (zum Beispiel Benzalkoniumchlorid, Chlorhexidin, Cetylpyridiniumchlorid). Andere Inhaltsstoffe von Lutschtabletten wirken antibiotisch (zum Beispiel Tyrothricin, Lysozym). Viele Tabletten zur Therapie von Halsschmerzen enthalten auch ein örtlich wirksames Betäubungsmittel (zum Beispiel Benzocain, Lidocain), das Schmerzen abmildert. Auch der Wirkstoff Flurbiprofen, nahe verwandt mit dem Schmerzmittel Ibuprofen, wird zum Lutschen eingesetzt. Dieser Arzneistoff wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und abschwellend, ohne zu betäuben.

Ein weiterer Effekt: Durch das Lutschen kommt es zu vermehrtem Speichelfluss, wodurch die Schleimhäute befeuchtet werden. Lassen Sie die Tabletten langsam im Mund zergehen, dann wirken Sie am besten. Kauen oder zerbeißen Sie Halsschmerztabletten nicht. Viele Hersteller bieten zahnfreundliche zuckerfreie Lutschtabletten an.
Wichtig bei Lutschtabletten gegen Halsschmerzen:
Sie können bei Dauergebrauch die Bakterien der körpereigenen Mundflora angreifen. Deshalb nur bei Halsschmerzen einnehmen.

Wirkstoffe

  • Ambroxolhydrochlorid
  • Benzalkoniumchlorid, Benzocain und Tyrothricin
  • Benzocain und Cetylpyridiniumchlorid
  • Cetrimoniumbromid, Lidocain und Tyrothricin
  • Cetylpyridiniumchlorid und Lysozym aus Hühnereiklar
  • Cresol, Dichlorbenzylalkohol und Menthol
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.09.2008
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie
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