Therapie bei Hämorrhoiden: Schmerz- und juckreizstillende Medikamente

Örtlich betäubende Hämorrhoidensalben enthalten Substanzen wie Benzocain oder Polidocanol. Sie setzen die Schmerzempfindlichkeit herab und lindern den Juckreiz bei Hämorrhoiden. Normalerweise werden sie gut vertragen. Bufexamac bremst entzündliche Prozesse, Hautreizungen und Juckreiz.

Neben Salben oder Cremes werden viele Produkte gegen Hämorrhoiden auch als Zäpfchen oder als Kombipackung angeboten. Egal für welche Darreichungsform Sie sich entscheiden, wenden Sie das Medikament möglichst nach der Stuhlentleerung an. Analtampons sind Zäpfchen mit Mulleinlage. Bei Hämorrhoidensalben und -cremes ist als Applikationshilfe häufig ein Analdehner beigefügt. Es gibt auch Einmaltuben, die die Dosierung erleichtern. Ihre Apotheke berät Sie, wenn Sie Fragen zur Anwendung haben.

Überempfindlichkeitsreaktionen bei Hämorrhoidensalben

Hämorrhoidensalben mit Bufexamac, Benzocain und Polidocanol können bei empfindlichen Personen zu allergischen Reaktionen führen. Die Betroffenen klagen dann über Brennen, Juckreiz und Rötungen. Manchmal können auch an unbehandelten Hautstellen Schwellungen, Schuppen, Bläschen und Quaddeln entstehen. Fachleute sprechen dann von einer Streureaktion.
Verminderter Schutz von Kondomen
Hämorrhoidensalben vermindern die Reißfestigkeit von Kondomen. Das liegt an der Wechselwirkung zwischen der Salbengrundlage, beziehungsweise den darin enthaltenen Mineralölen oder -fetten und dem Latexmaterial. So können Salbengrundlagen wie Vaseline die Sicherheit von Kondomen herabsetzen.

Wirkstoffe gegen Hämorrhoiden

  • Benzocain
  • Basisches Bismutgallat, Bufexamac, Lidocain und Titandioxid
  • Basisches Bismutgallat, Bufexamac, Lidocainhydrochlorid und Titandioxid
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.12.2012
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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