Therapie bei Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind zwar sehr häufig, jedoch gibt es noch zahlreiche weitere Veränderungen im Analbereich. Wenden Sie sich daher an einen Arzt, wenn ungewohnte oder lang anhaltende Beschwerden auftreten.

Po mit verknotetem Tau davor © vitapublic GmbH
Auch, wenn Sie wissen, dass sie unter Hämorrhoiden leiden, sollte bei Blut im Stuhl der gesamte Darm untersucht werden, um andere Ursachen für eine Blutung im Darm auszuschließen.
Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • Sie Blut im Stuhl finden; hier muss die Ursache genau abgeklärt werden
  • der Stuhlgang starke Schmerzen verursacht
  • das Hämorrhoidalleiden längere Zeit besteht und Sie durch Selbstmedikation keine Besserung erfahren
  • die Hämorrhoiden sich nicht mehr mit dem Finger in den Darm zurückschieben lassen (Stadium IV)

Wirksame Therapie: Verstopfungen vorbeugen

Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst behandeln. Alle Maßnahmen, die Verstopfungen vorbeugen, helfen auch bei Hämorrhoiden. Gemeint sind eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, ballaststoffreiche Ernährung, viel Bewegung und wenn erforderlich Medikamente zur Therapie der Verstopfung. Trotzdem leiden 30-50 Prozent der Bevölkerung unter Hämorrhoidalbeschwerden.

Schmerz- und juckreizstillende Salben, Zäpfchen, Sitzbäder oder pflanzliche Mittel können zur Therapie von Hämorrhoiden eingesetzt werden. Alle Darreichungsformen wirken lokal, also direkt am Ort des Geschehens im Enddarm und am After. Die Therapie der Hämorrhoiden hilft nicht nur gegen die Symptome. Unbehandelt werden Hämorrhoiden schlimmer. Im fortgeschrittenen Stadium sind häufig chirurgische Maßnahmen erforderlich.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Therapie mit mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Auch Mittel zum Einreiben können während der Therapie Wechselwirkungen und unerwünschte Wirkungen zeigen. Hinweise zu den einzelnen Produkten finden Sie im Beipackzettel. Bei konkreten Fragen und individuellen Problemen berät Sie Ihre Apotheke.

Beachten Sie die Dosierungsanleitung der einzelnen Medikamente. Die Therapie kann nur wirken, wenn Sie regelmäßig und ausreichend hoch dosiert eingenommen werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.12.2012
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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