Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind krankhaft veränderte Blutgefäße im Bereich des Afters. Das dort vorhandene arteriovenöse Gefäßgeflecht, das sogenannte Hämorrhoidalpolster, erfüllt eine wichtige Funktion bei der Stuhlgangregulierung.

Mann Toilette © Thinkstock
Das Hämorrhoidalpolster dichtet zusammen mit dem Schließmuskel den Darm ab. Setzt der Stuhlgang ein, erschlafft der Schließmuskel und das Blut fließt aus den „Gefäßpolstern“ ab. Der Stuhl kann dann ohne Probleme entweichen. Wenn sich der After verschließt, strömt das Blut wieder ein und dichtet den Analkanal mit ab. So wird dafür gesorgt, dass wir Stuhl und Verdauungsgase kontrollieren können.

Ursachen von Hämorrhoiden: Vererbung, Verstopfung, Pressen

Zu den Ursachen von Hämorrhoiden gehören die erbliche Veranlagung, Verstopfung und damit verbundenes starkes Pressen beim Stuhlgang. Auch während einer Schwangerschaft kommt es vermehrt zur Bildung von Hämorrhoiden. Bei einem Hämorrhoidalleiden werden vier Krankheitsstadien unterschieden – Hämorrhoiden ersten bis vierten Grades. Entsprechend der verschiedenen Krankheitsstadien reichen die Symptome bei Hämorrhoiden von Brennen und Jucken über Blutungen bis hin zu Stuhlschmieren und starken Schmerzen.

Hämorrhoiden behandeln

Je nach Krankheitsstadium werden Hämorrhoiden unterschiedlich behandelt. Leichtere Beschwerden lassen sich häufig schon lindern, indem Verstopfung vermieden wird. Eine ballaststoffreiche Ernährung, Bewegung und viel Flüssigkeit sind jedoch auch im fortgeschrittenen Stadium noch sinnvoll, denn sie lockern festen Stuhl und helfen so gegen die Beschwerden. Bei stärkeren Symptomen können schmerz- und juckreizstillenden Salben, Zäpfchen oder Sitzbäder eingesetzt werden. Auch pflanzliche Mittel eignen sich zur Therapie von Hämorrhoiden. Ist die Erkrankung jedoch schon weit fortgeschritten, wird häufig eine Operation nötig.

Video – Dr. Zellner erklärt: Ursachen, Krankheitsverlauf und Therapie

Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.12.2012
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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