Therapie gegen Haarausfall: Kortison, Eisen und Zink

Je nachdem, um welche Form des Haarausfalls (Alopecia) es sich handelt, können erzgänzende Medikamente eingesetzt werden, um zu verhindern, dass weiterhin Haare ausfallen.

  • Kortison
    Kortison hemmt das Immunsystem und wirkt so einer Autoimmunerkrankung wie dem kreisrunden oder vernarbendem Haarausfall entgegen. In Form von Kortikosteroid-Cremes, -Tinkturen oder -Shampoos hemmt es die Entzündung der Kopfhaut. Man kann es einige Wochen lang auftragen, ohne dass Nebenwirkungen befürchtet werden müssen. Allerdings kommt es meist zu einem Rückfall, sobald man das Kortison wieder absetzt.
  • Zink
    Zink hat im Vergleich zu Kortison den gegenteiligen Effekt: Es soll das Immunsystem stabilisieren, damit es die Haare nicht länger angreift. Außerdem hat Zink eine leichte antiandrogene Wirkung. Trotzdem kann Zink gut in Kombination mit äußerlich angewendetem Kortison gegeben werden. Da keine Nebenwirkungen bekannt sind, kann man es ohne Bedenken über Monate hinweg nehmen.
  • Eisenpräparate
    Eisenmangel kann zum diffusen Haarausfall führen. Ob ein Eisenmangel vorliegt – er ist bei Frauen besonders häufig – kann der Arzt mit einer Blutanalyse herausfinden. Die Behandlung erfolgt durch Eisenpräparate. Generell können Mangelerscheinungen normalerweise auch mit einer gesunden Mischkost-Ernährung ausgeglichen werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.04.2019
  • Autor/in: Beatrix Deiß, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätskontrolle: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: S3 Leitlinie: Evidenzbasierte S3-Leitlinie für die Behandlung der androgenetischen Alopezie bei Frauen und Männern der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung