Therapie bei Haarausfall: Minoxidil

Auf den Wirkstoff Minoxidil zur Therapie von Haarausfall stießen die Mediziner aus Zufall. Das eigentlich gegen Bluthochdruck eingesetzte Mittel hat, so fanden sie heraus, einen positiven Nebeneffekt: Es stoppt Haarausfall (Alopezie). Als zweiprozentige (für Frauen) oder fünfprozentige Lösung (für Männer) trägt man es zweimal täglich direkt auf die Kopfhaut auf.

Die Wirkweise von Minoxidil ist noch nicht geklärt. Sicher ist, dass Minoxidil die Durchblutung rund um die Haarfollikel fördert. Sie vergrößern sich und bilden wieder kräftigeres Haar. Allerdings ist Geduld gefragt: Erst nach drei bis sechs Monaten regelmäßiger Anwendung ist der Effekt einer Therapie sichtbar.

Studien haben gezeigt, dass bei 50 bis 80 Prozent der Patienten Minoxidil die Alopezie stoppen und oft sogar die Haare wieder verdichten kann. Wichtig ist, die Lösung auch bei Erfolg weiterhin aufzutragen, da sonst der Haarausfall zurückkehrt. Da das Medikament blutdrucksenkend wirkt, sollten sich Patienten vor der Anwendung unbedingt ärztlich untersuchen lassen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.11.2012
  • Autor/in: Beatrix Deiß, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätskontrolle: Cornelia Sauter, Ärztin
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