Therapie bei Haarausfall: Hormonpräparate

Leiden Frauen unter Haarausfall, können Hormonpräparate mit Gestagenen helfen. Als Bestandteil der „Antibabypille“ werden Gestagene als Verhütungsmittel eingesetzt und haben zudem einen positiven Einfluss auf das Haarwachstum. 

Frauen, die mit der Pille verhüten und unter Haarausfall leiden, können in Absprache mit ihrem Arzt spezielle Kombinationspräparate wählen, die Gestagene enthalten. Diese weiblichen Geschlechtshormone funktionieren als Gegenspieler zum männlichen Geschlechtshormon Testosteron und unterdrücken dessen Produktion im Körper. Somit kann auch kein DHT gebildet werden; das Haarwachstum wird günstig beeinflusst.

Ob die Hormonpräparate wirken, kann man nach drei bis sechs Monaten erkennen. Auch Frauen nach der Menopause können gestagenhaltige Medikamente einnehmen. Ob Hormonpräparate wirklich auf lange Sicht gegen Haarausfall (Alopecia) helfen, ist umstritten. In jedem Fall sollte die Therapie nicht langfristig eingesetzt werden, da sie grundlegend in das körpereigene Hormonsystem eingreifen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.04.2019
  • Autor/in: Beatrix Deiß, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätskontrolle: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: S3 Leitlinie: Evidenzbasierte S3-Leitlinie für die Behandlung der androgenetischen Alopezie bei Frauen und Männern der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
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