Formen: Der kreisrunde Haarausfall

Treten kreisrunde kahle Stellen am Kopf auf, liegt in der Regel die sogenannte Alopecia areata vor, der kreisrunde Haarausfall. Diese entzündliche Form des Haarverlusts kann in jedem Lebensalter auftreten: Allein in Deutschland leiden über eine Million – häufig junge – Menschen darunter. Zu den kahlen Stellen am Kopf kommen häufig Veränderungen der Fingernägel wie Grübchen, Rillen oder Aufrauungen.

Die Entzündung entsteht beim kreisrunden Haarausfall rund um die Haarfollikel, wodurch das Haarwachstum behindert wird und das Haar schließlich ausfällt. Bei den meisten Patienten bilden sich nur wenige kahle Stellen, die – oft auch ohne Behandlung – innerhalb eines Jahres wieder zuwachsen. Dabei gibt es jedoch eine nicht zu vernachlässigende Rückfallquote. Zudem kann der kreisrunde Haarausfall auch weiter fortschreiten und zum Verlust aller Kopfhaare führen, der sogenannten Alopecia areata totalis, oder sogar zum Verlust aller Körperhaare, der Alopecia areata universalis.

Die Ursache des kreisrunden Haarausfalls sehen die meisten Experten in einer Autoimmunerkrankung. Das körpereigene Abwehrsystem richtet sich gegen die eigenen Haarfollikel und stoppt das Haarwachstum. Ein Indiz dafür ist, dass etwa ein Drittel der Patienten mit dieser Form der Alopezie von anderen Störungen des Immunsystems betroffen sind – und dass auch der Erbfaktor eine Rolle zu spielen scheint.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.11.2012
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Daniela Frank, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung