Haarausfall (Alopezie)

Haarausfall ist ein ganz normaler Vorgang. Jeder Mensch muss täglich aufs Neue „Haare lassen“. Alte Haare werden abgestoßen, neue wachsen nach.

Mann und Frau mit Haarausfall © Thinkstock/vitapublic GmbH
Wenn der Haarausfall über einen längeren Zeitraum nicht mehr durch nachwachsende Haare ausgeglichen werden kann, kommt es zur Haarlosigkeit oder Alopezie. Laut Definition fehlen dann mindestens 60 Prozent der ursprünglichen Haarpracht. Man unterscheidet verschiedene Formen des Haarausfalls, etwa den kreisrunden vom erblich bedingten. Für Haarausfall kommen viele verschiedene Ursachen in Frage.

Warum ist der Mensch behaart?

So wie wir heute bei schlechter Witterung wind- und wasserabweisende Kleidung tragen, so schützte das dichte Haarkleid den Urmenschen vor Kälte und Nässe. Im Laufe seiner Entwicklung lernte er, Feuer zu machen und sich mit dem Fell anderer Tiere zu kleiden. So verlor die Körperbehaarung nach und nach ihre wichtigste Funktion und entwickelte sich zurück.

Doch ganz ohne Haare geht es auch nicht: Augenbrauen- und Wimpernhaare schützen das Auge vor Schweiß und Schmutzpartikeln. Haare in der Nase dienen dem Schutz und der Reinigung. Warum aber dem Menschen auf dem Kopf etwa 80.000 bis 150.000 Terminalhaare wachsen, ist von der Wissenschaft noch nicht abschließend geklärt.

Wenn Haarausfall zur psychischen Belastung wird

Warum ist der Haarverlust für Betroffene oft ein großes Problem? Sicherlich auch, weil das Haupthaar mit einer gewissen Symbolik verbunden ist. Über die Frisur werden Sitten, Bräuche, Rangordnungen, Meinungen oder gar politische Einstellungen zur Schau getragen. In den meisten Kulturen hat gesundes Kopfhaar eine große Bedeutung. Haarausfall kann deshalb stark belastend wirken. Frauen leiden meist mehr als Männer, wenn sich das Haar lichtet. Wird die psychische Belastung durch Haarausfall zu hoch, leisten Beratungsstellen oder Internet-Foren oft gute Dienste. Nicht zuletzt kann die Medizin Hoffnung machen. Sind doch die Fortschritte bei der Therapie des Haarausfalls bemerkenswert.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.11.2012
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christian Grundmann, Dipl.-Biol., Medizinredakteur; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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