Ursachen und Risikofaktoren: Vergrößerte Prostata hängt mit Testosteron zusammen

Trotz intensiver Forschung herrscht noch keine Klarheit über die Ursache der gutartigen Prostatavergrößerung (Prostataadenom). Die Vergrößerung der Prostata beginnt meistens im inneren Teil des Organs, der die Harnröhre direkt umgibt. Das Wachstum kann unterschiedliche Formen annehmen und die Harnröhre einengen.

Bei der Geburt wiegt die Prostata etwa zwei Gramm und wächst während der Pubertät auf ein Gewicht von zirka 25 Gramm an. Danach wächst die Prostata vorerst nicht weiter. Erst etwa ab dem 30. Lebensjahr kommt es zu einer langsamen, gutartigen Größenzunahme. Dabei kann die Prostata fünf- bis sechsmal so schwer werden. 

Es gibt mehrere Faktoren, die zu einer Vergrößerung führen. Neben dem zunehmenden Lebensalter, hat das männliche Hormon Testosteron einen entscheidenden Einfluss. Männer, die kein Testosteron produzieren (zum Beispiel nach einer Hodenentfernung = Kastration), entwickeln keine Vergrößerung der Prostata. Auch andere Hormone, Stoffwechselfaktoren und wahrscheinlich auch eine genetische Veranlagung haben Einfluss auf das Wachstum.

Risikofaktoren wie fettreiche Ernährung, Bewegungsmangel oder Alkohol- und Nikotinkonsum werden zudem immer wieder als Ursachen vermutet – hierfür gibt es allerdings keine stichhaltigen Beweise.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 18.02.2019
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Ärztin Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: I. Füsgen: Der ältere Patient, 3. Aufl., Urban & Fischer-Verlag
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