Ursachen und Risikofaktoren: Vergrößerte Prostata hängt mit Testosteron zusammen

Trotz intensiver Forschung herrscht noch keine Klarheit über die Ursache der gutartigen Prostatavergrößerung (Prostataadenom). Die Vergrößerung der Prostata beginnt meistens im inneren Teil des Organs, der die Harnröhre direkt umgibt. Das Wachstum kann unterschiedliche Formen annehmen und zur Einengung der Harnröhre führen.

Bei der Geburt wiegt die Prostata etwa zwei Gramm und wächst während der Pubertät auf ein Gewicht von zirka 25 Gramm an. Nach einer Zeit des Wachstumsstillstands kommt es dann etwa ab dem 30. Lebensjahr zu einer langsamen, gutartigen Größenzunahme. Dabei kann die Prostata fünf- bis sechsmal so schwer werden.

Es gibt mehrere Faktoren, die zu einer Vergrößerung führen. Neben dem zunehmenden Lebensalter hat das männliche Hormon Testosteron einen entscheidenden Einfluss. Männer, die kein Testosteron produzieren (zum Beispiel nach Hodenentfernung = Kastration), entwickeln keine Vergrößerung der Prostata. Auch andere Hormone, Stoffwechselfaktoren und wahrscheinlich auch eine genetische Veranlagung haben Einfluss auf das Wachstum.

Risikofaktoren wie fettreiche Ernährung, Bewegungsmangel oder Alkohol- und Nikotinkonsum werden immer wieder als Ursachen genannt. Dies ist eine Vermutung, stichhaltige Beweise gibt es nicht.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 03.07.2014
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Ärztin Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: I. Füsgen: Der ältere Patient, 3. Aufl., Urban & Fischer-Verlag 2000
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