Diagnostik der gutartigen Prostatavergrößerung: Laboruntersuchungen

Bei einer gutartigen Prostatavergrößerung (Prostataadenom) wird der Arzt auch einige Laborwerte ermitteln. Ein Standardtest ist die Urinanalyse. Diese kann hilfreich sein, um beispielsweise einen Harnwegsinfekt oder andere Erkrankungen festzustellen. Bei einer vergrößerten Prostata kommt es wegen der Restharnbildung häufig zu einer bakteriellen Infektion der Harnwege.

Untersuchung der Nierenwerte sinnvoll

Bei der Blutuntersuchung kontrolliert der Arzt die Nierenwerte. Diese geben Auskunft über die Funktionstüchtigkeit der Niere. Eine Untersuchung der Nierenwerte ist wichtig, weil etwa zehn Prozent der Patienten mit vergrößerter Prostata eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, was sich in den Werten widerspiegelt.

PSA-Wert kritisch zu betrachten

Weiterhin kann man das prostata spezifische Antigen (PSA) bestimmen. Ein erhöhter Wert kann auf eine bösartige Prostataveränderung hinweisen. Da aber andere Ursachen – zum Beispiel die gutartige Prostatavergrößerung selbst oder eine Prostataentzündung – ebenfalls zu einer PSA-Erhöhung führen können, muss der Wert kritisch betrachtet werden. Außerdem gibt es viele verschiedene Bestimmungsmethoden, was zu Schwierigkeiten beim Vergleich der Werte führen kann.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 03.07.2014
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Ärztin Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: I. Füsgen: Der ältere Patient, 3. Aufl., Urban & Fischer-Verlag 2000
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