Gutartige Hauttumoren: Granuloma pyogenicum

Das Granuloma pyogenicum entsteht oft nach infizierten Verletzungen. Meist wächst es sehr schnell. Auch in der Schwangerschaft können diese gutartigen Hauttumoren häufig auftreten. Die roten bis bläulich-schwarzen Hautveränderung entstehen aufgrund einer überschießenden Neubildung von Gefäßen.

Das Granuloma pyogenicum tritt bevorzugt an den Händen und am Gesicht auf. Am häufigsten wird diese Art der gutartigen Hauttumoren ab der zweiten Lebensdekade beobachtet, sie kann aber auch bei Kindern auftreten. Bei mechanischer Belastung kommt es schnell zu lokalen Blutungen, die schwer zu stillen sein können.

Behandlung des Granuloma pyogenicum

Therapeutisch wird die Gefäßgeschwulst gemeinsam mit der entzündlichen Basis chirurgisch entfernt. Auch die Entfernung mittels eines Lasers ist möglich. Da es bei diesem Verfahren allerdings oft zu Neubildungen kommt, ist die chirurgische Behandlung das Mittel erster Wahl. Tritt das Granuloma pyogenicum während der Schwangerschaft auf, kann es sich auch von selbst zurückbilden.

Mitunter kann es schwierig sein, das Granuloma pyogenicum vom schwarzen Hautkrebs, dem maligen Melanom, zu unterscheiden. In diesem Fall wird die verdächtige Hautveränderung ebenfalls chirurgisch entfernt und anschließend unter dem Mikroskop untersucht.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 26.03.2018
  • Autor/in: vitanet.de; Anja Dolski; medizinische Qualitätssicherung: Saskia Thérèse Schirmer, Ärztin
  • Quellen: Ingrid Moll: Duale Reihe Dermatologie, 6. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart.
  • Sonja Karl, Harald Bruckbauer: Dermatologie pocket, 2. Auflage. Börm Bruckmeier Verlag, Grünwald.
  • Altmeyers Enzyklopädie – Facharztportal für Dermatologie: URL: https://www.enzyklopaedie-dermatologie.de/dermatologie/granuloma-pyogenicum-1576 (abgerufen am 27.10.2017)
  • Amboss Miamed – Fachwissen für Mediziner: Gutartige Tumoren der Haut, abgerufen am 27.10.2017, URL: https://amboss.miamed.de/wissen/Gutartige_Tumoren_der_Haut
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