Gutartige Hauttumoren: Atherom

Atherome, im Volksmund auch Grützbeutel oder Grießknoten genannt, werden von verstopften Ausführkanälen der Talgdrüsen verursacht. Medizinisch gesehen sind sie Zysten, also Hohlräume, die durch eine Gewebskapsel vom umliegenden Gewebe getrennt sind. Im Falle von Atheromen sind diese Kapseln mit einer fettigen, weißlich-gelben Masse gefüllt. Sie treten hauptsächlich im Bereich der behaarten Kopfhaut auf. Manche Atherome sind nicht größer als ein Daumennagel, andere können so groß wie ein Tennisball werden. Atherome können sich in ihrer Wachstumsgeschwindigkeit stark unterscheiden.

Meist werden sie vor allem bei der Haarpflege als störend empfunden. Bei starker Beeinträchtigung im Alltag, sehr großen Atheromen oder einer Entzündung der Zysten sollten sie durch einen chirurgischen Eingriff entfernt werden. Dabei ist es wichtig, dass die gesamte Hülle der Zyste entfernt wird, weil sich das Atherom sonst neu bilden kann. Auch ist der Eingriff nur im entzündungsfreien Intervall anzuraten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.03.2010
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christian Grundmann, Dipl.-Biol., Medizinredakteur; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Online-Information des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand 2010)
  • O. Braun-Falco, G. Plewig, H. Wolff: Dermatologie und Venerologie, Springer Verlag 1997
  • A. Bopp, V. Herbst: Handbuch Medikamente, Stiftung Warentest 2002
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