Gutartige Hauttumoren

Nicht jede Geschwulst oder Veränderung der Haut ist gleich ein Hinweis auf Krebs. Sogenannte benigne, also gutartige Hauttumoren (nicht fachsprachlich: Tumore) unterscheiden sich vor allem in zwei Eigenschaften von den malignen, bösartigen Tumoren:

Gutartige Tumoren sind vom umgebenen Gewebe deutlich abgegrenzt und wachsen nicht in benachbarte Organe hinein – schädigen diese also nicht. Benigne Tumoren breiten sich in der Regel nicht über das Blut- oder Lymphsystem aus und bilden keine Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Teilen des Körpers. Obwohl also meist keine Gefährdung der Gesundheit besteht, können auch gutartige Hauttumoren, unter kosmetischen Gesichtspunkten, zu einer Belastung für die Betroffenen werden. Der Begriff „Tumor“ bedeutet im engeren Sinne übrigens lediglich „Gewebsneubildung“ und gibt noch keinen Aufschluss über die Gut- oder Bösartigkeit des Gewebes.

Die häufigsten unter den gutartigen Hauttumoren sind:

  • Atherome, umgangssprachlich werden diese gutartigen Hauttumoren auch Grützbeutel genannt.
  • Xanthelasmen, eine Fett- und Cholesterineinlagerung in der Haut. Die meist weißen Knötchen bilden sich vor allem um die Augen herum.
  • Lipome sind gutartige Wucherungen der Fettgewebszellen im Unterhautfettgewebe. Diese gutartigen Hauttumoren sind  unauffällig gefärbt.
  • Seborrhoische Keratose, auch als Alterswarze bezeichnet, tritt häufig im Gesicht und am Oberkörper auf.
  • Feuermal (Naevus flammeus), eine flache, aber häufig auffällige Erweiterung kleiner Blutgefäße nahe der Hautoberfläche. Feuermale sind häufig angeboren.
  • Hämangiome, allgemein auch als Blutschwamm bezeichnet, ist rot und erhaben. Die Oberfläche dieser gutartigen Hauttumoren ist ähnlich einer Maulbeere.
  • Leberflecke (Pigmentnävi) sind die wahrscheinlich häufigsten gutartigen Hautveränderungen, können sich jedoch durch Reizung (beispielsweise UV-Einstrahlung) zu bösartigem Hautkrebs entwickeln.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.05.2012
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christian Grundmann, Dipl.-Biol., Medizinredakteur; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Online-Information des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand 2010)
  • O. Braun-Falco, G. Plewig, H. Wolff: Dermatologie und Venerologie, Springer Verlag 1997
  • A. Bopp, V. Herbst: Handbuch Medikamente, Stiftung Warentest 2002
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