Therapie bei Gürtelrose: Analgetika und Antiphlogistika gegen die Schmerzen

Die zweite Schiene der Therapie bei Gürtelrose (Herpes zoster) zielt auf die Schmerzhemmung ab. Die Schmerztherapie – eventuell auch unter Hinzuziehen eines Schmerztherapeuten – ist auch in der Anfangsphase der Erkrankung schon sehr wichtig. Denn je länger heftige Schmerzreize auf das zentrale Nervensystem einwirken, desto größer ist die Gefahr, dass die Schmerzen chronisch werden können.

Hier stehen unterschiedliche Mittel zur Auswahl: Die klassische Behandlung wird oft mit nicht-steroidalen Analgetika wie Paracetamol oder mit Antiphlogistika wie Ibuprofen durchgeführt. Reichen diese Mittel nicht aus, können auch schwache Opioid-Analgetika wie Tramadol oder Codein gegeben werden. Da bei ihnen aber ein hohes Suchtpotenzial besteht, versuchen Mediziner, auf Opiate zu verzichten.

Es gibt Hinweise darauf, dass bestimmte Co-Analgetika – also Medikamente, die zusätzlich zu den Schmerzmitteln gegeben werden – die akuten Schmerzen und die Häufigkeit einer postzosterischen Neuralgie lindern können. Zu diesen Medikamenten gehören Antidepressiva und Antikonvulsiva.

Eine zusätzliche Gabe von hochdosierten Glukokortikoiden (zum Beispiel Kortison) kann die Dauer des akuten Schmerzes verkürzen. Da sie starke Nebenwirkungen haben, sollte ihr Einsatz aber immer im Einzelfall abgewogen werden. Außerdem ist ihr Einfluss auf die postzosterische Neuralgie gering.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.12.2016
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Beatrix Deiss, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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