Therapie bei Gürtelrose

Zwar kann eine Gürtelrose (Herpes zoster) bei jüngeren Personen (bis 50 Jahren) auch ohne spezifische Therapie von selbst ausheilen. Um den Heilungsverlauf zu verkürzen und um Komplikationen zu vermeiden, raten Experten aber dringend dazu, bei Verdacht auf Gürtelrose in jedem Fall so schnell wie möglich den Arzt aufzusuchen.

Wenn der Kopf-Hals-Bereich, die Schleimhaut oder größere Bereiche der Haut betroffen sind, ist eine Therapie immer notwendig. Das gilt auch für Patienten ab 50 Jahren, Patienten mit Immunschwäche (HIV/AIDS) oder Krebs.

Die Behandlung hat zwei Ziele: Einerseits sollen antivirale Medikamente – sogenannte Virustatika – die Vermehrung der Viren stoppen, andererseits müssen die Schmerzen gelindert werden. Dazu eignen sich beispielsweise Analgetika oder Antiphlogistika. Zusätzlich angewandte Puder oder Salben helfen dabei, den Ausschlag schneller abheilen zu lassen und den Juckreiz zu senken.

Tritt eine postzosterische Neuralgie als Folgeerkrankung der Gürtelrose auf, bedeutet dies starke Schmerzen für den Patienten. Die Therapie der postzosterischen Neuralgie beinhaltet deshalb Schmerzmittel verschiedener Substanzklassen bis hin zu Opioiden, die anhand eines Stufenplans eingesetzt werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.12.2016
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Beatrix Deiss, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Paus, Ralf/Burgdorf, Walter/Sterry, Wolfram (2010): Checkliste Dermatologie: Venerologie, Allergologie, Phlebologie, Andrologie
  • Moll, Ingrid (2010): Dermatologie
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