Therapie bei Grippe und Erkältung: Den Schnupfen lindern

Die Nase ist verstopft oder läuft ständig: Bei einer Grippe oder einer Erkältung tritt meistens auch Schnupfen auf. Das ist lästig, aber in der Regel harmlos und kann selbst behandelt werden.

Mann liegt mit Schnupfen im Bett © Thinkstock

Abschwellende Mittel

Kurzfristig können abschwellende Nasentropfen und -sprays helfen. Sie sorgen dafür, dass sich die Blutgefäße in der angeschwollenen Nasenschleimhaut zusammenziehen. Die Schleimhäute schwellen in der Folge ab und der Betroffene kann wieder frei durchatmen.
Nur kurzfristig anwenden
Abschwellende Nasentropfen oder -sprays dürfen nur kurzfristig – nicht länger als fünf bis sieben Tage – eingesetzt werden. Denn sonst besteht die Gefahr, dass sich der Körper daran gewöhnt und der natürliche Mechanismus, der ein Abschwellen der Schleimhäute bewirkt, ausbleibt. Der Betroffene muss dann ständig Nasentropfen verwenden, um frei atmen zu können. Man nennt das Arzneimittel-Schnupfen.

Salzlösungen

Bei Schnupfen haben sich auch Salzlösungen zur Therapie bewährt, die entweder inhaliert werden oder mit denen die Nase freigeschnäuzt wird. Krusten werden auf diese Weise gelöst und die Nasenschleimhäute werden befeuchtet. Das macht die Nase frei, der Betroffene kann wieder durchatmen.

Pflanzliche Mittel

Ebenfalls positiv auf die Atmung wirken sich pflanzliche Mittel mit ätherischen Ölen aus. Betroffene können sie als Erkältungsbalsam auf die Haut reiben oder als Inhalationsmittel inhalieren. Auch bei Erkältungsbädern wird der Inhalationseffekt genutzt und die Wirkstoffe gelangen beim Einatmen direkt in die Nase.
Kein Pfefferminz- und Eukalyptusöl für Kleinkinder
Kampher, Cineol (aus Eukalyptusöl) und Menthol (aus Pfefferminzöl) können bei kleinen Kindern zu Atemnot führen. Deshalb dürfen bestimmte Erkältungsbalsame bei Säuglingen und Kleinkindern nicht angewandt werden. Verwenden Sie für Kinder unter zwei Jahren nur Produkte, die ausdrücklich für sie freigegeben sind.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.01.2014
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christina Landauer, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Behrbohm, Hans/Kaschke, Oliver/Nawka, Tadeus (2009): Kurzlehrbuch Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
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