Therapie bei Grippe und Erkältung: Halsschmerzen lindern

Sie gehören zu beinahe jeder Erkältung oder Grippe: die Schmerzen im Hals. Wenn Halsschmerzen über einen längeren Zeitraum anhalten und Sie den Verdacht haben, dass es sich um eine Mandelentzündung oder eine eitrige Angina handeln könnte, sollten Sie zu einem Arzt gehen. Ansonsten können Halsschmerzen, die infolge einer Erkältung auftreten, auch gut selbst behandelt werden.

Feuchte Raumluft

Achten Sie, wenn Sie Halsschmerzen haben, zunächst darauf, Ihre Schleimhäute möglichst feucht zu halten. Deshalb ist es wichtig, dass die Raumluft nicht zu trocken ist. Sie können zum Beispiel feuchte Tücher aufhängen oder ein Gefäß mit Wasser auf die Heizung stellen.

Lutschen oder Gurgeln

Ebenfalls für feuchte Schleimhäute sorgen Bonbons. Denn beim Lutschen wird vermehrt Speichel produziert. Gut geeignet sind Salzpastillen oder Bonbons mit Salbei. Auch Pastillen, die Isländisch Moos enthalten, können Halsschmerzen lindern, denn die Inhaltsstoffe legen sich schützend über die Schleimhäute und fördern so die Heilung. Verzichten sollten Sie auf Lutschtabletten, die antiseptische oder betäubende Wirkstoffe oder lokal wirksame Antibiotika enthalten. Ihre Wirksamkeit ist nicht nachgewiesen und sie können allergische Reaktionen auslösen.

Gleiches gilt auch für rezeptfreie Gurgellösungen, die antiseptische Wirkstoffe enthalten. Sie sind nicht zu empfehlen. Das Gurgeln an sich ist jedoch sinnvoll, da es ebenfalls die Schleimhäute feucht hält. Verwenden Sie dafür beispielsweise Kamillentee, Thymiantee, Salbeitee oder Salzlösungen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.01.2014
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christina Landauer, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Cochrane Database of Systematic Reviews 2005, Issue 4
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung