Hausmittel: Inhalation und Nasenspülung vertreiben die Erkältung

Hausmittel sind vielen bekannt, doch nur wenige Menschen wenden sie wirklich an. Denn die Herstellung und Anwendung von Mitteln wie einer Nasenspülung oder Kochsalz-Inhalation erfordern Zeit. Der Aufwand lohnt sich allerdings: So verflüssigt und löst die Kochsalz- oder Kamilleninhalation den Schleim in den Nebenhöhlen und Atemwegen, die Erreger der Erkältung können rascher abfließen.

Frau inhaliert © Thinkstock

So inhalieren Sie richtig

Eine Inhalationslösung ist einfach herzustellen: Nehmen sie zwei Teelöffel Salz oder zwei Esslöffel Kamillenblüten, die in jeder Apotheke erhältlich sind, und gießen Sie einen Liter kochendes Wasser hinzu. Setzen Sie sich an den Tisch, beugen Sie sich über die Inhalationslösung und legen Sie sich ein großes Handtuch über Ihren Kopf, sodass der Dampf an den Seiten nicht allzu leicht entweicht. Atmen Sie ruhig und tief ein und aus. Die heißen Dämpfe lösen nicht nur den Schleim: Die Hitze fördert außerdem die Durchblutung der Schleimhäute und damit letztlich Ihre Immunabwehr. Wenn es Ihnen zu heiß wird, machen Sie eine Pause. Versuchen Sie mindestens fünf Minuten zu inhalieren – noch besser zehn Minuten.

Nasenspülung bei Nebenhöhlenentzündung sehr geeignet

Auch eine Nasenspülung ist bei Erkältung ein wirkungsvolles Hausmittel: Sie löst Sekret und sorgt für den Abfluss von Krankheitserregern aus der Nase. Bei Nasennebenhöhlenentzündungen kann die Nasenspülung eine Sekretstauung vermeiden.

So funktioniert die Nasenspülung

Benutzen Sie zur Herstellung einer Nasenspülung die Fertigpräparate aus der Apotheke. Wenn Sei selbst eine Spülung anfertigen möchten, dann achten Sie darauf, nur reines Kochsalz (NaCl) ohne Zusatzstoffe wie beispielsweise Jod zu benutzen, da die Zusatzstoffe die Nasenschleimhaut zusätzlich reizen können. Auch sollte eine physiologische 0,9-prozentige NaCl-Lösung hergestellt werden, da auch bei falscher Dosierung Reizungen auftreten können. Lösen Sie dazu neun Gramm reines Kochsalz in einem Liter abgekochtem und lauwarmem Wasser auf (neun Gramm entsprechen etwa zwei gestrichenen Teelöffeln).

Bei vornüber gebeugtem Oberkörper und schräg gehaltenem Kopf führen Sie die Spülung entweder mit gewölbter Innenhand oder aber mit einer Nasendusche in eines der Nasenlöcher ein. Anschließend wenden sie den Kopf wieder nach vorn, sodass die Nasenlöcher nach unten zeigen und die Spülung aus dem anderen Nasenloch abfließen kann. Nasenduschen mit genauer Gebrauchsanweisung erhalten Sie in jeder Apotheke.

Wenn die Erkältung mit starken Halsschmerzen einhergeht, kann zusätzlich Salbei-Tee für Linderung sorgen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.01.2014
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Was schützt im Winter vorm Infekt? MMW - Fortschritte in der Medizin 41/2005
  • Influenza - RKI-Ratgeber-Infektionskrankheiten (2009), Robert Koch-Institut
  • Fragen und Antworten zur Neuen Grippe ("Schweinegrippe"), Bundesministerium für Gesundheit, 2009
  • FAQs zur Impfung gegen die neue Influenza A/H1N1 (sog. „Schweine-Grippe“), Information für Ärztinnen und Ärzte, Bundesärztekammer
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