Symptome des Grauen Stars: Die verschleierte Welt

Menschen, die an einem Grauen Star (Katarakt) erkranken, sehen die Welt wie durch einen Schleier. Weitere Symptome des Grauen Stars: Farben verblassen zusehends und Kontraste werden immer schwächer. Dieses Phänomen wird mit der Zeit stärker und die Sehfähigkeit nimmt ab. Die Eintrübung der Linse entsteht, weil der gelartige Linsenfüllstoff zunehmend fest wird. Von außen ist das Phänomen der Trübung nur in fortgeschrittenem Stadium sichtbar.

Dazu kommt eine große Lichtempfindlichkeit, da die Anpassung des Auges an Helligkeit und Dunkelheit verzögert ist. Um Lichtquellen werden Lichthöfe wahrgenommen. Zum Teil sehen Betroffene Doppelbilder und ihr räumliches Sehvermögen ist eingeschränkt.

Der Graue Star verändert auch die Brechkraft der Linse. Deshalb kommt es vor, dass eine Altersweitsichtigkeit zeitweise ausgeglichen wird. Die Betroffenen brauchen keine Lesebrille mehr. Das hält jedoch nur kurze Zeit an. Im weiteren Verlauf der Erkrankung nimmt die Sehschärfe in allen Entfernungen ab. Unbehandelt führt der Graue Star zur Erblindung.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.03.2014
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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