Glaukomtherapie: Zyklodestruktive Operationen

Bei zyklodestruktiven Operationen handelt es sich um Verfahren, die durch thermische Behandlung den Ziliarkörper veröden sollen, was zu einer Kammerwasserreduktion führt. Es gibt dabei gewisse Risiken: Die folgenden Therapiemaßnahmen lassen sich nicht genau dosieren, der Therapieeffekt ist nicht vorhersehbar und der Augeninnendruck lässt sich oft nicht langfristig senken.

Mögliche Komplikationen sind zu niedriger Augeninnendruck, Blutungen, Entzündungen und im Extremfall der Verlust des Auges. Und es kann vorkommen, dass der Augendruck nicht ausreichend gesenkt wird. Bisher ist auch ungeklärt, welche langfristigen Folgen die verminderte Kammerwasserproduktion für gefäßfreie Strukturen wie die Augenlinse oder die Hornhaut hat.

Transsklerale Zyklofotokoagulation bremst Kammerwasserbildung

Der Ziliarkörper, der das Kammerwasser bildet, wird mittels Laser so bearbeitet, dass er vernarbt und entsprechend weniger Kammerwasser bildet. Während der OP wird eine Lasersonde so auf das Auge aufgesetzt, dass der Laserstrahl seine maximale Energie im Ziliarkörper entfaltet. Pro Operation werden mehrere Herde appliziert. Die OP dauert pro Auge nur drei Minuten. Nach der OP muss sich eine Narbe im Ziliarkörper ausbilden – das dauert etwa sechs bis acht Wochen.

Zyklokryokoagulation – Kälte gegen Kammerwasser

Ein Teil des Ziliarkörpers wird mit einem Kältestift zerstört. Es werden pro Quadrant drei bis vier Kälteherde gesetzt. Sie ist schmerzhafter als die Zyklofotokoagulation. Auch hier muss die Narbenbildung abgewartet werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 05.12.2017
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Leitlinien des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands e.V.: Primäres chronisches Offenwinkelglaukom, Normaldruckglaukom und okuläre Hypertension (http://www.augeninfo.de/leit/leit15a.pdf)
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