Kanaloplastie (Kanaloplastik) beim Glaukom

Die Kanaloplastie ist eine der modernsten Operationsmethoden bei einem Glaukom. Sie gilt als sanfter und risikoärmer als die älteren Verfahren. Bei der Kanaloplastie wird der Abflusskanal des Kammerwassers mit einer sehr feinen Sonde in örtlicher Betäubung über seinen gesamten Verlauf geweitet und mit einem speziellen Implantat stabilisiert.

Der Arzt schafft sich bei der Kanaloplastie beim grünen Star mit einem winzigen Schnitt Zugang zum Schlemmschen Kanal im Auge. Im Anschluss daran führt er eine Mikrosonde und mit dieser einen hauchdünnen Doppelfaden in den Kanal ein. Das Implantat dient dazu, den Kanal zu weiten und das Trabekelmaschenwerk anzuspannen, sodass sich hier die „Maschen“ vergrößern und der Abflusswiderstand abnimmt. So kann das Kammerwasser ungehindert abfließen.

Die Kanaloplastie, auch Kanaloplastik genannt, birgt weniger Risiken als die Trabekulektomie. Auch nach 18 Monaten liegt der Augeninnendruck im Schnitt noch unter 15 mmHg. Die Kanaloplastie wird von den Krankenkassen übernommen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 05.12.2017
  • Autor/in: Anja Dolski, Medizinredakteurin, vitanet.de; Medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Die Kanaloplastik: Augenblick.acd – das Patientenmagazin; Ausgabe 01/2012
  • Therapien: Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Glaukomzentrum der Augenklinik und Poliklinik; November 2017
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung