Der normale Augeninnendruck: Wodurch wird er bestimmt?

Der Augeninnendruck wird durch das im Auge produzierte farblose Kammerwasser erzeugt. Die Produktion des Kammerwassers übernimmt der Ziliarkörper, ein drüsenartiges, muskelfaserhaltiges Gewebe nahe der Augenlinse. Nachts produziert der Ziliarkörper regulär etwa 40 Prozent weniger Kammerwasser, ansonsten aber bleibt die Produktion konstant und ist vom Augeninnendruck weitgehend unabhängig.

Wie bei einem See besteht im gesunden Auge ein Gleichgewicht zwischen Zufluss und Abfluss des Kammerwassers. Es fließt vom Ziliarkörper zunächst in die hintere Augenkammer und dann durch die Pupille in die vordere Augenkammer. Am Kammerwinkel – zwischen der Hornhaut und der Iris – fließt das Kammerwasser schließlich wieder ab.

Sind Zufluss und Abfluss im Gleichgewicht, dann ist auch der Augeninnendruck konstant, und zwar in einem Normalbereich zwischen 10 und 21 mmHg (Quecksilbersäule). Durch den konstanten Augeninnendruck hält das Kammerwasser den Augapfel in Form – eine wichtige Grundlage dafür, dass das Auge korrekt funktioniert. Zu hoher Augeninnendruck dagegen ist eine Gefahr für das Auge, ein Glaukom (grüner Star) kann entstehen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.03.2014
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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