Glaukom-Diagnostik: Früherkennung ist wichtig

Da das Glaukomrisiko ab dem 40. Lebensjahr altersbedingt ansteigt, sollte ab diesem Zeitpunkt alle drei Jahre eine Früherkennungsuntersuchung beim Augenarzt erfolgen. Bei einmalig erhöhtem Augeninnendruck muss die Augendrucksteigerung durch wiederholte Messungen zu verschiedenen Tageszeiten bestätigt werden. Schwankungen des Augeninnendrucks von über fünf mmHg im Verlauf eines Tages sind beispielsweise für das primäre chronische Offenwinkelglaukom typisch.

Welche Verfahren stehen für die Glaukom-Diagnostik zur Verfügung?

Wenn Sie zu einem Augenarzt gehen, dann sollte er den Augeninnendruck messen (Tonometrie) und den Sehnervenkopf beziehungsweise Augenhintergrund beurteilen. Ganz wichtig ist die Beurteilung des Augenhintergrundes und des Sehnervs – beispielsweise mit der Heidelberg-Retina-Tomografie – für die Diagnostik eines Normaldruckglaukoms. Bei Verdacht auf ein Glaukom kann der Arzt das Gesichtsfeld prüfen (Perimetrie).

Da der Schaden am Sehnervenkopf meist viele Jahre vor den ersten nachweisbaren Gesichtsfeldausfällen eintritt, ist der Sehnerv-Check für die Früherkennung des Glaukoms entscheidender als die Bestimmung des Gesichtsfeldes.

Zusätzlich kann der Augenarzt die vordere Augenkammer mit der Spaltlampe beurteilen und den Kammerwinkel untersuchen (Gonioskopie). Bei Glaukomverdacht könnte es sinnvoll sein, eine Glaukomambulanz einer Universitätsklinik für die Gesichtsfelduntersuchung und weitere Untersuchungen des Sehnervs aufzusuchen.   Die Glaukom-Früherkennung wird als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten – das heißt, der Patient trägt die Kosten selbst.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.03.2014
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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