Gicht (Urikopathie)
Mit dem landläufigen Begriff Gicht (medizinisch: Arthritis urica oder Urikopathie) wird eine Störung im Harnsäure-Stoffwechsel bezeichnet. Noch vor einhundert Jahren galt die Gicht als Wohlstandskrankheit schlechthin: Nur bei den Gutbetuchten kamen regelmäßig Fleisch, Innereien und Alkohol auf den Tisch. Nach besonders üppigen Gelagen klagten die Dicken regelmäßig über stärkste Schmerzen besonders im Großzehengelenk. Inzwischen leben in den westlichen Ländern mehr Menschen im Wohlstand und dementsprechend oft tritt die Erkrankung nun auf.
Gicht trifft häufiger Männer
An Gicht leiden etwa zwei bis drei Prozent der Männer sowie ein halbes bis ein Prozent der Frauen. Außerdem tritt Gicht bei Männern meistens früher auf, etwa im Alter von 30 bis 50 Jahren. Frauen erkranken oft erst nach der Menopause. Insgesamt sind Frauen seltener von Gicht betroffen, weil bis zu den Wechseljahren die Östrogene offenbar einen gewissen Schutz bieten.
Erstes Symptom einer Gicht ist häufig der Gichtanfall
Ein hoher Harnsäurespiegel bleibt oft lange Zeit unbemerkt. Meistens in ein Gichtanfall das erste Krankheitszeichen: Harnsäurekristalle lagern sich im Gelenk ab und verursachen eine Entzündung mit starken Schmerzen. Auch eine Nierenkolik – durch Harnsäuresteine ausgelöst – kann auf eine Gicht hinweisen.
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