Gelbfieber

Gelbfieber ist eine Virusinfektion. Die Viren (Flaviviridae) werden durch Stechmücken übertragen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt. Ohne entsprechende Behandlung verläuft Gelbfieber oft tödlich.

Die Gelbfiebermücke- Aedes aegypti - ist einer der häufigsten Überträger von Gelbfieber. © iStock

Symptome und Krankheitsverlauf bei Gelbfieber

Saugen Mücken das Blut eines mit dem Gelbfieber-Virus infizierten Tieres, nehmen sie das Virus auf. Stechen infizierte Mücken einen Menschen, kann dieser an Gelbfieber erkranken. 
Drei bis sechs Tage nach der Infektion treten grippeähnliche Symptome auf: Fieber mit Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, manchmal Übelkeit und Erbrechen. Diese Beschwerden klingen bei einem leichten Verlauf meist nach einigen Tagen wieder ab.

Verläuft die Gelbfieber-Infektion jedoch schwer, steigt das Fieber erneut, die Leber schwillt an und es tritt Gelbsucht auf – daher der Name „Gelbfieber“. Letztlich kommt es zu Hautblutungen und inneren Blutungen (haemorrhagisches Fieber). Der Betroffene leidet unter Bewusstseinsstörungen und Verwirrtheit. In etwa 20 Prozent der Fälle endet diese zweite Phase tödlich. Eine überstandene Infektion verursacht eine lebenslange Immunität.

Diagnose und Behandlung bei Gelbfieber

Bei leichten Fällen von Gelbfieber ist eine Diagnose ohne Blutuntersuchung sehr schwierig. Die Symptome ähneln oft denen einer Grippe. Die typischen Symptome treten meist nur bei einer schweren Infektion auf. In jedem Fall kann das Gelbfiebervirus im Blut nachgewiesen werden. Die Behandlung von Gelbfieber beschränkt sich auf Schmerz- und Fiebersenkung sowie ausreichender Flüssigkeitszufuhr. Ein spezielles Medikament gegen Gelbfieber gibt es noch nicht.

Wo kann Gelbfieber vorkommen?

Gelbfieber tritt in Schwarz- und Südafrika sowie in Mittel- und Südamerika auf.
Gelbfieber-Impfung Empfehlungen © vitapublic/WHOIn diesen Regionen kann Gelbfieber auftreten – eine Impfung wird empfohlen oder ist Vorschrift. Stand: 2016

Mögliche Impfungen gegen Gelbfieber

Es gibt eine Schutzimpfung gegen Gelbfieber. Sie wird bei Reisen in alle betroffenen Gebiete empfohlen. In manchen Ländern ist sie sogar Pflicht. Reisende erhalten die Gelbfieber-Impfung bei allen autorisierten Gelbfieber-Impfstellen (zum Beispiel Tropeninstituten) mit vorgeschriebener Dokumentation im Internationalen Impfausweis. Die amtliche Gültigkeit der Impfung beginnt zehn Tage nach der Impfung. Der Impfschutz beträgt zehn Jahre.
Info
Personen, die aus medizinischen Gründen keine Gelbfieber-Impfung erhalten können, müssen trotz Dokumentation im Impfpass mit einer Einreiseverweigerung oder Quarantäne in Ländern mit Gelbfieberimpfpflicht rechnen.

Vorsorge gegen Gelbfieber

Neben einer Schutzimpfung ist ein guter Mückenschutz die beste Vorsorge. Dazu zählt zum einen das Tragen von langen Oberteilen und Hosen. Zum anderen schützt ein geeignetes Mückenschutzmittel (Repellent). Ein Moskitonetz über dem Bett ist ebenfalls ratsam.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 04.04.2017
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Robert-Koch Institut: Infektionskrankheiten A-Z
  • WHO: International travel and health
  • BZgA: Reisegesundheit
  • Auswärtiges Amt: Länder- und Reiseinformationen
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