Gelbfieber
Gelbfieber ist eine Virusinfektion. Die Übertragung der Viren (Flaviviridae) erfolgt durch Stechmücken. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt. Ohne entsprechende Behandlung verläuft Gelbfieber vielfach tödlich.
Symptome und Krankheitsverlauf bei Gelbfieber
Drei bis sechs Tage nach der Infektion treten grippeähnliche Symptome auf: Fieber mit Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, manchmal Übelkeit und Erbrechen. Diese Beschwerden klingen bei einem leichten Verlauf meist nach einigen Tagen wieder ab und die Genesung setzt ein. Verläuft die Gelbfieber-Infektion schwer, steigt jedoch das Fieber erneut, die Leber schwillt an und es zeigen sich Symptome wie bei einer Gelbsucht (daher der Name "Gelbfieber"). Letztlich kommt es zu Hautblutungen und inneren Blutungen (haemorrhagisches Fieber). Der Betroffene leidet unter Bewusstseinsstörungen und Verwirrtheit. In 20 Prozent der Fälle endet diese zweite Phase tödlich. Eine überstandene Infektion mündet in einer lebenslangen Immunität.
Diagnose und Behandlung bei Gelbfieber
Bei leichten Fällen von Gelbfieber ist eine Diagnose ohne Blutuntersuchung sehr schwierig. Die Symptome ähneln vielfach denen einer Grippe. Die typischen Symptome treten meist erst nach einem Rückfall auf. In jedem Fall kann das Gelbfiebervirus im Blut nachgewiesen werden. Die Behandlung von Gelbfieber beschränkt sich auf Schmerz- und Fiebersenkung sowie ausreichender Flüssigkeitszufuhr. Ein spezielles Medikament gegen Gelbfieber gibt es noch nicht.
Wo kann Gelbfieber vorkommen?
Gelbfieber tritt in Schwarz- und Südafrika sowie in Mittel- und Südamerika auf.
© WHO, 2005
Mögliche Impfungen gegen Gelbfieber
Es gibt eine Schutzimpfung gegen Gelbfieber. Sie wird bei Reisen in alle betroffenen Gebiete empfohlen. In manchen Ländern ist sie sogar Vorschrift. Reisende erhalten die Gelbfieber-Impfung bei allen autorisierten Gelbfieber-Impfstellen (z. B. Tropeninstituten) mit vorgeschriebener Dokumentation im Internationalen Impfausweis. Die amtliche Gültigkeit der Impfung beginnt zehn Tage nach der Impfung. Der Impfschutz beträgt zehn Jahre.
Info
Personen, die aus medizinischen Gründen keine Gelbfieber-Impfung erhalten können, müssen trotz Dokumentation im Impfpass mit einer Einreiseverweigerung oder Quarantäne in Ländern mit Gelbfieberimpfpflicht rechnen.
Vorsorge gegen Gelbfieber
Neben einer Schutzimpfung bietet ein sorgsamer Mückenschutz die beste Vorsorge. Dazu zählt zum einen das Tragen von langen Oberteilen und Hosen. Zum anderen schützt ein geeignetes Mückenschutzmittel (Repellent). Ein Moskitonetz über dem Bett ist ebenfalls ratsam.





