Vorsorge und Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Zur Vorsorge von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) dient eine Impfung gegen die beiden Typen des Humanen Papillomavirus (HPV), die am häufigsten Gebärmutterhalskrebs auslösen. 

Am häufigsten lösen die Typen 16 und 18 des Humanen Papillomavirus (HPV) Gebärmutterhalskrebs aus. Dagegen gibt es eine Impfung – die HPV-Impfung. Sie wird von der Ständigen Impfkommission des Robert Koch Instituts für Mädchen und Jungen zwischen neun und 14 Jahren empfohlen.

Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Im Jahr 2018 wurden neue Empfehlungen zur Früherkennung des Gebärmutterhalskrebs eingeführt: Ab dem Alter von 35 Jahren können Frauen alle drei Jahre einen Test auf Humane Papillomaviren (HPV-Test) und eine Zellabstrichuntersuchung zur Krebsfrüherkennung durchführen lassen. Alternativ können die Frauen aber auch – wie bisher – die jährliche Krebsabstrichuntersuchung nach dem PAP-Verfahren wählen – diese Möglichkeit, dass Frauen zwischen zwei Methoden zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs wählen können, wird zurzeit in einer Übergangsphase getestet. Frauen, die zwischen 20 und 35 Jahren sind, können weiterhin einmal pro Jahr eine Krebszellabstrichuntersuchung kostenfrei durchführen lassen.

Diese Untersuchungen sind bei Gebärmutterhalskrebs besonders wichtig, denn im Frühstadium verursacht die Krebsart kaum Beschwerden. Erst im fortgeschrittenen Stadium können sich Symptome wie Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr zeigen.

Bei der Früherkennungsuntersuchung fragt der Frauenarzt die Patientin erst nach eventuellen Beschwerden und Risikofaktoren. Dann kontrolliert er per Tastuntersuchung die Geschlechtsorgane.

PAP-Test

Im Rahmen der gynäkologischen Untersuchung macht der Frauenarzt den sogenannten PAP-Test, bei dem er einen Abstrich von Muttermund und Gebärmutterhalskanal nimmt. Die gewonnenen Zellen werden anschließend im Labor mikroskopisch auf Veränderungen untersucht. Auf diese Weise kann der Gynäkologe bereits Krebsvorstufen oder einen möglichen Gebärmutterhalskrebs erkennen und weitere Untersuchungen einleiten.

HPV-Test

Humane Papillomaviren (HPV) sind die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs. Wenn der PAP-Test einen auffälligen Befund ergibt, ist es daher sinnvoll, einen HPV-Test durchzuführen. Durch diesen Test lässt sich das Virus in den Zellen des Gebärmutterhalses nachweisen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.07.2018
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Deutsche Krebsgesellschaft: Gebärmutterhalskrebs, Zervixkarzinom – Früherkennung und Vorsorge (http://www.krebsgesellschaft.de/pat_ka_gebaermutterhalskrebs_frueherkennung,107764.html)
  • Deutsche Krebshilfe: Der blaue Ratgeber: Krebs der Gebärmutter und der Eierstöcke (http://www.krebshilfe.de/fileadmin/Inhalte/Downloads/PDFs/Blaue_Ratgeber/003_gebaermutter_eierstock.pdf)
  • Krebsinformationsdienst: Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung: Ein Abstrich bietet Sicherheit (http://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/frueherkennung/zervix-frueherkennung.php)
  • Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit Zervixkarzinom (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/032-033OLl_S3_Zervixkarzinom_2014-10.pdf)
  • S3-Leitlinie Prävention des Zervixkarzinoms 015/027OL (2017): online unter www.awmf.org, (aufgerufen am 22.06.2018).
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