Vorsorge und Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Zur Vorsorge von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) dient eine Impfung gegen die beiden Typen des Humanen Papillomavirus (HPV), die am häufigsten Gebärmutterhalskrebs auslösen – nämlich 16 und 18. Die HPV-Impfung wird von der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts für Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren empfohlen.

Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen Frauen ab 20 Jahren einmal jährlich eine Früherkennungsuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs. Diese Untersuchungen sind bei Gebärmutterhalskrebs besonders wichtig, denn im Frühstadium verursacht die Krebsart kaum Beschwerden. Erst im fortgeschrittenen Stadium können sich Symptome wie Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr zeigen.

Bei der Früherkennungsuntersuchung fragt der Frauenarzt die Patientin erst nach eventuellen Beschwerden und Risikofaktoren. Dann kontrolliert er per Tastuntersuchung die Geschlechtsorgane.

PAP-Test

Im Rahmen der gynäkologischen Untersuchung macht der Frauenarzt den sogenannten PAP-Test, bei dem er einen Abstrich von Muttermund und Gebärmutterhalskanal nimmt. Die gewonnenen Zellen werden anschließend im Labor mikroskopisch auf Veränderungen untersucht. Auf diese Weise kann der Gynäkologe bereits Krebsvorstufen oder einen möglichen Gebärmutterhalskrebs erkennen und weitere Untersuchungen einleiten.

HPV-Test

Humane Papillomaviren (HPV) sind die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs. Wenn der PAP-Test einen auffälligen Befund ergibt, ist es daher sinnvoll, einen HPV-Test durchzuführen. Durch diesen Test lässt sich das Virus in den Zellen des Gebärmutterhalses nachweisen. Entdeckt der Arzt bei der Früherkennungsuntersuchung auffällige Zellen, die er nicht eindeutig beurteilen kann, zahlt die gesetzliche Krankenversicherung den HPV-Test.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 05.09.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Deutsche Krebsgesellschaft: Gebärmutterhalskrebs, Zervixkarzinom – Früherkennung und Vorsorge (http://www.krebsgesellschaft.de/pat_ka_gebaermutterhalskrebs_frueherkennung,107764.html)
  • Deutsche Krebshilfe: Der blaue Ratgeber: Krebs der Gebärmutter und der Eierstöcke (http://www.krebshilfe.de/fileadmin/Inhalte/Downloads/PDFs/Blaue_Ratgeber/003_gebaermutter_eierstock.pdf)
  • Krebsinformationsdienst: Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung: Ein Abstrich bietet Sicherheit (http://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/frueherkennung/zervix-frueherkennung.php)
  • Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit Zervixkarzinom (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/032-033OLl_S3_Zervixkarzinom_2014-10.pdf)
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