Symptome bei Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

Die Beschwerden bei Gastritis sind generell eher unspezifisch, bei akuter Gastritis jedoch meist stärker ausgeprägt. Die akute Gastritis beginnt mit diffusem Druckgefühl in der Magengegend (Epigastrium), oder auch mit starken Schmerzen, die mit Übelkeit und Erbrechen einhergehen können. Daneben können Völlegefühl, Blähungen und Appetitlosigkeit auftreten. Die Zunge ist belegt und es kann zu Mundgeruch kommen. Das Allgemeinbefinden ist beeinträchtigt.

Bei etwa zehn Prozent der Erkrankten kommt es zu Blutungen, die sich in Bluterbrechen (Hämatemesis) äußern können. Da das Blut sich meist schon mit Magensäure vermischt hat, hat es eine braun-schwarze Färbung ("kaffeesatzartig"). Nimmt das Blut nicht den Weg über die Speiseröhre sondern über den Darm, macht sich dies durch eine Schwarzfärbung des Stuhles bemerkbar, die als Meläna oder Teerstuhl bezeichnet wird. Die chronische Gastritis verursacht meist nur wenig Beschwerden. Viele Patienten klagen nur über unspezifische Oberbauchbeschwerden, wie Blähungen, Aufstoßen oder Völlegefühl nach den Mahlzeiten.

Bei längerem Bestehen der chronischen Gastritis Typ A entsteht die sogenannte "perniziöse Anämie", eine Form der Blutarmut. Vitamin B12, das zur Bildung der roten Blutkörperchen benötigt wird, kann wegen des fehlenden Intrinsic factor nicht vom Darm aufgenommen werden. Diese Blutarmut macht sich durch Blässe, Müdigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit bemerkbar.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.02.2011
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: G. Schettler, H. Greten: Innere Medizin, Thieme Verlag 1998
  • Gross, P. Schölmerich, W. Gerok: Die Innere Medizin, Schattauer Verlag 1996
  • AWMF- Leitlinien: Gastritis und Ulkus
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