Ernährungstipps bei Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

Viele Menschen mit Gastritis (Magenschleimhautentzündung) fragen sich: Was kann ich jetzt noch essen? Mit der richtigen Ernährung können Sie dazu beitragen, die Beschwerden bei akuter oder chronischer Gastritis zu lindern.

  • Bei akuter Gastritis wirkt als erste Maßnahme ein bis zwei Tage Fasten oder Schonkost (Haferflockenbrei, Reisschleimsuppe, Zwieback, Kartoffelbrei) zur Beruhigung der Magenschmerzen. Danach können Sie auf leichte Vollkost übergehen, das heißt auf Normalkost, bei der Lebensmittel gemieden werden, die schwer verdaulich sind oder individuelle Unverträglichkeiten auslösen. Solche Nahrungsmittel sind: fettreiche Speisen, gebratene oder frittierte Speisen, Kohlgemüse, Hülsenfrüchte, Gurkensalat und scharf gewürzte Speisen.
  • Mehrere kleine Mahlzeiten werden besser vertragen als wenige große.
  • Lassen Sie die Abendmahlzeit eher klein ausfallen und nehmen Sie sie nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen zu sich.
  • Vermeiden Sie Kaffee, Alkohol, Nikotin und Süßigkeiten.
  • Vermeiden Sie sehr kalte, sehr heiße oder sehr scharf gewürzte Speisen.
Info
Hausrezept: Je einen Teelöffel Melissenblätter, Kamillenblüten und Pfefferminzblätter mischen, mit einem Viertelliter kochendem Wasser überbrühen und zehn Minuten ziehen lassen, dann durchseihen. Ungesüßt in kleinen Schlucken zu den Mahlzeiten trinken.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 02.03.2017
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: G. Schettler, H. Greten: Innere Medizin, Thieme Verlag 1998
  • Gross, P. Schölmerich, W. Gerok: Die Innere Medizin, Schattauer Verlag 1996
  • AWMF- Leitlinien: Gastritis und Ulkus
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung