Gastritis (Magenschleimhautentzündung) – Funktion des Magens

Der Magen hat die Aufgabe, aufgenommene Speisen zu speichern, zu durchmischen und an die tiefer gelegenen Teile des Verdauungstraktes weiterzuleiten. Darüber hinaus bildet er Magensaft, der sich aus folgenden Bestandteilen zusammensetzt: Salzsäure (HCl), Pepsin, das sich in Anwesenheit von HCl aus Pepsinogen bildet, Wasser und Schleim. Durch das eiweißspaltende Enzym Pepsin des Magensafts wird die Nahrung vorverdaut, die eigentliche Verdauung erfolgt aber erst im Dünndarm.

Der Magen bildet etwa eineinhalb bis drei Liter Magensaft pro Tag, der im stark sauren pH-Bereich von 1 bis 4 liegt. Dadurch hat der Magensaft eine keimabtötende Wirkung. Damit durch die starke Säure keine Selbstverdauung der Magenwand geschieht, schützt sich die Oberfläche des Magens durch eine dünne alkalische Schleimschicht aus den Nebenzellen. Der pH-Wert an der Zelloberfläche beträgt dadurch etwa 7 im Gegensatz zum Mageninneren, wo er bei ungefähr 2 liegt. Der Zusammenbruch dieser Schleimhautbarriere hat eine wesentliche Bedeutung bei der Entstehung einer Gastritis.

Im Durchschnitt verweilt die Nahrung drei Stunden im Magen. Kohlenhydratreiche Nahrung verlässt den Magen ziemlich rasch, eiweißreiche verweilt etwas länger, am längsten (fünf Stunden und mehr) beschäftigt fettreiche Kost den Magen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.02.2011
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: G. Schettler, H. Greten: Innere Medizin, Thieme Verlag 1998
  • Gross, P. Schölmerich, W. Gerok: Die Innere Medizin, Schattauer Verlag 1996
  • AWMF- Leitlinien: Gastritis und Ulkus
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