Diagnosestellung der akuten Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

Bei der Anamnese kann der Arzt aus der Vorgeschichte (zum Beispiel starker Alkoholkonsum) und den akuten Symptomen oft schon auf eine akute Gastritis (Magenschleimhautentzündung) schließen. Bei unklaren Beschwerden in der Magengegend sollte insbesondere bei Patienten mit einer schweren Grunderkrankung eine Magenspiegelung (Gastroskopie) vorgenommen werden.

Die Gastroskopie

Bei der Gastroskopie wird dem nüchternen Patienten, der auf der linken Seite liegt, ein dünnes, flexibles Gerät – das Gastroskop – in die Speiseröhre und den Magen eingeführt. Zur besseren Sicht auf die Schleimhaut wird dafür etwas Luft eingeblasen. Die Untersuchung ist etwas unangenehm, aber nicht schmerzhaft. Sie dauert meist nur wenige Minuten. Bei Bedarf kann sie in Kurznarkose durchgeführt werden.

Zunächst betrachtet der Arzt Speiseröhre und Magen. Aus der hochroten Magenschleimhaut entnimmt er dann kleine Gewebeproben zur feingeweblichen (histologischen) Untersuchung. Mit der Gastroskopie lässt sich auch das Vorliegen eines Magengeschwürs ausschließen, das sehr ähnliche Beschwerden verursacht. Bei Verdacht auf eine Magenblutung muss eine Gastroskopie auch notfallmäßig durchgeführt werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 02.03.2017
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: G. Schettler, H. Greten: Innere Medizin, Thieme Verlag 1998
  • Gross, P. Schölmerich, W. Gerok: Die Innere Medizin, Schattauer Verlag 1996
  • AWMF- Leitlinien: Gastritis und Ulkus
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