Diagnosestellung bei Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

Die Diagnostik bei Gastritis (Magenschleimhautentzündung) läuft je nach Form der Erkrankung – akute oder chronische Gastritis – unterschiedlich ab.

Bei der akuten Gastritis kann der Arzt häufig schon aufgrund der Symptome und der Vorgeschichte des Patienten die Diagnose stellen. Im Zweifelsfall bringt eine Gastroskopie Klarheit, bei der eine Gewebeprobe entnommen und anschließend feingeweblich untersucht wird. Dieses Verfahren wird standardmäßig auch zur Diagnosestellung bei der chronischen Gastritis angewandt. Die Gewebeprobe lässt dann auch Rückschlüsse auf den Erkrankungstyp zu.

Diagnostik einer Helicobacter-pylori-Infektion

Eine Infektion mit dem Keim Helicobacter pylori kann außerdem durch einen Urease-Schnelltest festgestellt werden, der an einer weiteren Gewebeprobe durchgeführt wird. Ein 13C- oder 14C-Harnstoff-Atemtest kann ebenfalls die Anwesenheit von Urease nachweisen – allerdings in der Atemluft, nachdem radioaktiv markierter Harnstoff mit einer Testmahlzeit aufgenommen wurde. Andere Alternativen sind ein serologischer Nachweis, bei dem die Menge an Antikörpern gegen Helicobacter pylori im Blut bestimmt wird, und die Untersuchung des Stuhls auf Helicobacter-Antigene.

Bei Verdacht auf Typ-A-Gastritis wird zusätzlich zur Analyse der Gewebeprobe das Blut auf Antikörper gegen Belegzellen und den Intrinsic factor, einen veränderten Vitamin-B12-Spiegel und eine mögliche perniziöse Anämie hin untersucht.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 02.03.2017
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
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