Gastritis (Magenschleimhautentzündung) – Anatomie des Magens

Um zu verstehen, was bei einer Gastritis (Magenschleimhautentzündung) vor sich geht, ist es wichtig, die Anatomie des Magens zu kennen.
Gastritis Grafik: Aufbau von Magen und Darm © vitapublic GmbHAnatomie des Magens
Der Magen wird anatomisch in fünf Abschnitte eingeteilt:
  • Kardia (Magenmund) an der Mündung der Speiseröhre
  • Fundus (Magengrund)
  • Korpus (Magenkörper)
  • Antrum (Magenteil vor dem Magenpförtner)
  • Pylorus (Magenpförtner) am Übergang zum Zwölffingerdarm
Die Magenoberfläche ist von einem Epithel überzogen, das von zahlreichen Grübchen, den Mündungsstellen der Magendrüsen, unterbrochen ist. Die Drüsenzellen (Nebenzellen) im Kardia- und Pylorusbereich geben schützenden Schleim ab. Die Drüsenzellen im Korpus- und Fundusbereich dagegen teilen sich nochmals in zwei Arten: Die Hauptzellen produzieren Pepsinogen, die Belegzellen Salzsäure und außerdem den wichtigen intrinsic factor, der für die Aufnahme von Vitamin B12 im Dünndarm benötigt wird.

Im Antrumbereich, also schon im unteren Magen, befinden sich G-Zellen, die das Hormon Gastrin bilden, das die Bildung des Magensaftes anregt. Neben Gastrin sind an der Steuerung der Säurebildung noch Histamin und Acetylcholin beteiligt. Diese drei Substanzen wirken über spezielle Rezeptoren an der Belegzelle und erhöhen die Säureproduktion.

Die Durchknetungsbewegungen des Magens werden von der glatten Muskulatur der Magenwand ausgeführt, die vom vegetativen Nervensystem gesteuert wird.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 02.03.2017
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: G. Schettler, H. Greten: Innere Medizin, Thieme Verlag 1998
  • Gross, P. Schölmerich, W. Gerok: Die Innere Medizin, Schattauer Verlag 1996
  • AWMF- Leitlinien: Gastritis und Ulkus
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