Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

Das Wort „Gastritis“ als Bezeichnung der Magenschleimhautentzündung leitet sich von dem griechischen Wort Gaster (= Magen) und der Endung „itis“ (Entzündung) ab. Früher wurde eine Gastritis gemeinhin auch als „Magenkatarrh“ bezeichnet.

Frau mit Bauchschmerzen © Thinkstock
Nahezu die Hälfte der Bundesbürger leidet zeitweise unter Oberbauch- und Magenbeschwerden, die für die Gastritis typisch sind. Manchmal jedoch haben die Patienten mit Gastritis auch keine Beschwerden und umgekehrt haben nicht alle Patienten mit Oberbauchbeschwerden eine Gastritis.

Man unterscheidet zwischen akuter und chronischer Gastritis und zwischen einer erosiven und nicht erosiven Form. Diese Formen werden in unterschiedliche Typen eingeteilt. Allen gemeinsam ist, dass die Magenschleimhaut entzündet ist und sie im entzündeten Zustand ihre Aufgaben wie die Herstellung von schützendem Schleim, Enzymen und Magensäure nicht mehr funktionsgerecht ausführen kann.

Die Ursachen der Magenschleimhautentzündung

Medikamente, Alkohol, Stress und Rauchen spielen dabei eine Rolle, da diese Faktoren Einfluss auf die Magensäureproduktion haben. Die häufigste Ursache von chronischer Gastritis ist jedoch der Keim Helicobacter pylori.

Deshalb untersuchte man in verschiedenen Studien die Verbreitung des Keimes und seinen Einfluss bei verschiedenen Erkrankungen. Laut offiziellen Angaben des Umwelt-Medizinischen-Informations-Dienstes sind durchschnittlich 35 Prozent der deutschen Bevölkerung mit Helicobacter pylori infiziert.Jedoch führt die Infektion mit Helicobacter pylori nicht in jedem Fall zu Beschwerden und ist gut behandelbar.

Komplikationen bei Gastritis

Harmlos muss die Magenschleimhautentzündung deshalb jedoch nicht immer sein. So kann eine unbehandelte Gastritis zu Magengeschwüren, Blutungen oder sogar Krebs führen. Diese Komplikationen lassen sich vermeiden, wenn beizeiten eine sichere Diagnose gestellt wird, andere Krankheiten, die ähnliche Symptome haben, ausgeschlossen werden – und damit die Basis für eine gezielte Behandlung gelegt wird.

Sichere Diagnosestellung der Gastritis

Für die Diagnostik stehen dem Arzt verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: die Magenspiegelung (Gastroskopie), nach Bedarf mit Gewebeprobe (Biopsie), Blut-, Atem- und Stuhltest. Auf diese Weise lässt sich feststellen, um welche Form der Magenschleimhautentzündung es sich handelt und ob eine Helicobacter-pylori-Infektion vorliegt.

Für die Diagnostik stehen dem Arzt verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: die Magenspiegelung (Gastroskopie), nach Bedarf mit Gewebeprobe (Biopsie), Blut-, Atem- und Stuhltest. Auf diese Weise lässt sich feststellen, um welche Form der Magenschleimhautentzündung es sich handelt und ob eine Helicobacter-pylori-Infektion vorliegt.

Gastritis gezielt behandeln

Die Therapie der Gastritis richtet sich nach ihrer Ursache und Form. Für die akute Magenschleimhautentzündung stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die die Magensäure neutralisieren oder ihre Bildung hemmen. Bei der chronischen Gastritis ist es wichtig, ihre Ursachen wie beispielsweise Alkoholkonsum auszuschalten. Der Magenkeim Helicobacter pylori lässt sich mit Antibiotika abtöten.

Selbsthilfe bei Gastritis

Um den entzündeten Magen nicht noch zusätzlich zu belasten, ist die richtige Ernährung wichtig. Dazu gehört unter anderem, Heißes, Eiskaltes, Scharfes oder Süßes zu meiden. Zusätzlich haben sich Leinsamen bewährt, weil sie über gesundheitsfördernde Schleimstoffe verfügen, die günstig für den Magen sind. Mehr dazu finden Sie in unserem Ratgeber.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.11.2012
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: AWMF- Leitlinien: Gastritis und Ulkus
  • H. Messmann: Klinische Gastroenterologie, Thieme Verlag 2011
  • Internisten im Netz
  • National Digestive Diseases Information Clearinghouse, National Institutes of Health USA
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