Therapie der Gallenblasenentzündung

Menschen mit einer akuten Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) müssen im Krankenhaus behandelt werden. Denn ohne geeignete Therapie drohen schwerwiegende Komplikationen.

Therapie abhängig von der Dauer der Beschwerden

Wie bei der Therapie vorgegangen wird, ist abhängig davon, wie lange die Symptome bereits bestehen. Leidet der Betroffene seit weniger als drei Tagen unter Beschwerden, wird die entzündete Gallenblase meist sofort entfernt.

Bestehen die Krankheitszeichen jedoch schon länger, wird nicht gleich operiert. Der Patient erhält zunächst schmerz- und krampflösende Medikamente gegen die Schmerzen und bei einer bakteriellen Gallenblasenentzündung Antibiotika. Zudem muss er für mindestens 24 Stunden eine strenge Nulldiät einhalten und auch für einige weitere Tage auf fette Speisen verzichten. Ungefähr vier Wochen später sollte die Gallenblase dann operativ entfernt werden.

Offene oder laparoskopische Operation als Therapie

Heute wird die Gallenblase nur noch sehr selten in einer offenen Bauch-OP entfernt. Nur wenn sie sehr stark entzündet ist oder wenn der Verdacht auf einen Tumor besteht, ist ein Bauchdeckenschnitt nötig. In den meisten Fällen reicht jedoch eine laparoskopische Operation (minimalinvasiv). Dabei werden nur kleine Schnitte in die Bauchdecke gemacht, über die Instrumente eingeführt werden und die Gallenblase entfernt wird. Das hat den Vorteil, dass seltener Komplikationen bei der Wundheilung auftreten und die Patienten meist weniger Schmerzen nach der Operation haben.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.08.2012
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christina Wiener, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Acute cholecystitis: http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/ency/article/000264.htm
  • Chronic cholecystitis: http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/ency/article/000217.htm
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